Ringfäule der Kartoffel – eine tückische Krankheit
Author(s): Растителна защита
Date: 06.03.2017
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Dies kann Erzeuger in die Irre führen und dazu veranlassen, Bekämpfungsmaßnahmen falsch auszurichten. Daher sollten die Kulturen sorgfältig überwacht werden. Und im Zweifelsfall sollte eine Fachberatung eingeholt werden.
Der Erreger der Ringfäule ist ein Bakterium – Clavibacter michiganensis subsp.sepedonicus, das ausschließlich Kartoffeln befällt. Infizierte Pflanzen welken langsam, was nach der Blüte am deutlichsten sichtbar ist. Die Blattränder rollen sich löffelartig nach oben, die Blattoberfläche verliert ihren Glanz und verfärbt sich von grau-grün nach gelb. Später werden sie nekrotisch. Die Stängel reißen und verfärben sich – im Querschnitt tritt ein fettiger Exsudat aus dem Gewebe aus. Werden die Knollen längs aufgeschnitten, sind im Leitgewebe/Ring/ nahe dem Auge gelb gefärbte Zonen zu beobachten. Später verdunkelt sich der gesamte Leitring. Drückt man die Knollen zusammen, quillt eine cremige Substanz in Strängen aus dem Leitring.
Der primäre Übertragungsweg des Bakteriums ist infiziertes Pflanzgut. Infektionsquellen sind Behälter, Arbeitsgeräte und Lagerstätten. Das Bakterium kann bis zu 63 Monate lebensfähig bleiben.
Bekämpfung
- Es ist zwingend erforderlich, gesundes Pflanzgut zu verwenden, das von einem phytosanitären Pass begleitet ist!
- Und wie bereits zu Beginn erwähnt, sollten die Kulturen sorgfältig überwacht und zur genauen Diagnose der Krankheit die Hilfe eines Fachmanns in Anspruch genommen werden.

