Europäischer Baum des Jahres 2017

Author(s): Растителна защита
Date: 18.02.2017      3662

Die jahrhundertealte Eiche bei der Kirche im Traner Dorf Nasalevtsi ist Bulgariens Nominierung für den Wettbewerb „Europäischer Baum des Jahres“, der seit 2011 stattfindet. Die Abstimmung findet vom 1. Februar bis zum 28. Februar 2017 statt, und die Ergebnisse werden bei der Preisverleihung für die Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben, die am 21. März 2017 in Brüssel stattfinden wird.

Die jahrhundertealte Eiche bei der Kirche in Nasalevtsi – Hüterin des Ortes und der Menschen

Dicht an der Mauer der Kirche „Geburt Christi“ im Traner Dorf Nasalevtsi breitet eine majestätische, sechshundertjährige Eiche der Art Traubeneiche* ihre Äste aus. Seit Menschengedenken steht die Eiche dort, und ihre breite Krone gilt als Beschützerin der Bewohner vor Blitz und Sturm. In ihrem Schatten halten die Menschen aus der Umgebung seit 6 Jahrhunderten Jahrmärkte, Taufen und Hochzeiten ab.

Die jahrhundertealte Eiche im Dorf Nasalevtsi, die eine geschützte Art ist, ist Bulgariens Nominierung für den Wettbewerb „Europäischer Baum des Jahres“.

Wettbewerb „Europäischer Baum des Jahres“

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Aufmerksamkeit auf interessante alte Bäume als bedeutendes Natur- und Kulturgut zu lenken, das wir schätzen und bewahren müssen. Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben sind beim „Europäischen Baum des Jahres“ nicht Schönheit, Größe oder Alter wichtig, sondern die Geschichte und die Verbindung mit den Menschen. Gesucht werden Bäume, die Teil der Gemeinschaft geworden sind. Die Organisatoren sind der Ansicht, dass die Frage des Schutzes von Bäumen als Träger des lokalen Geistes zu einem Thema der internationalen Debatte werden muss.

Der Wettbewerb „Europäischer Baum des Jahres“ wurde erstmals 2011 als Fortsetzung des beliebten Wettbewerbs „Baum des Jahres“ organisiert, der in der Tschechischen Republik seit vielen Jahren von der Stiftung Partnership Foundation durchgeführt wird. Der europäische Wettbewerb ist die Endrunde des Wettbewerbs, an der die Gewinner der nationalen Wettbewerbe teilnehmen.

Abstimmung

Die Online-Abstimmung dauert bis Mitternacht am 1. März, und der Gewinner wird bei einer offiziellen Zeremonie in Brüssel am 21. März bekannt gegeben. Sechzehn Bäume aus 13 Ländern nehmen am Wettbewerb teil. In der letzten Woche (vom 22. bis 28. Februar) wird die Abstimmung verborgen und die Ergebnisse werden auf den Webseiten nicht sichtbar sein. Um eine rein nationale Befangenheit zu vermeiden, müssen die Teilnehmer an der Abstimmung in diesem Jahr zwei Kandidaten wählen – zusätzlich zu einem Baum aus ihrem eigenen Land können sie auch für einen anderen Baum ihrer Wahl stimmen.

Bulgarien nimmt zum zweiten Mal mit einer seltenen Art eines jahrhundertealten Baumes am Wettbewerb „Europäischer Baum des Jahres“ teil. Im Jahr 2014 wurde die Alte Ulme in Sliven Siegerin im Wettbewerb.

Sie können für den „Europäischen Baum des Jahres 2017“ HIER abstimmen.

Traubeneiche* oder Wintereiche (Quercus petraea) ist ein Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse. Die Traubeneiche erreicht eine Höhe von 30–40 m. Ihre Krone ist eiförmig und abgerundet, und bei alten und einzeln stehenden Bäumen (im Freien) weitet sie sich in die Breite aus. Die Rinde ist weniger tief gefurcht und dünner als die der Stieleiche. Ihr besonderes Merkmal (neben dem Vorhandensein eines Blattstiels) sind auch die Eicheln mit einer spezifischen Form, die in Büscheln von 2–5 an einer stark verkürzten Achse oder sitzend angeordnet sind. Winter- und Stieleichen sind Gegensätze in Bezug auf das Vorhandensein eines Stiels an ihren Blättern und Eicheln. Das Blatt ist 7–14 cm lang und 4–8 cm breit, gleichmäßig in 5 bis 6 abgerundete Lappen auf jeder Seite geteilt, mit einem etwa einen Zentimeter langen Stiel.

Die Blüten sind Kätzchen und bilden sich im Frühjahr. Die Frucht der Traubeneiche ist eine Eichel, 2–3 cm lang und 1–2 cm breit, mit einer Reifezeit von sechs Monaten.

In Bulgarien wächst sie an Vorgebirgs- und Berghängen bis zu 1600 m über dem Meeresspiegel. Sie ist im Rila-Gebirge zu finden.