Andreastag - das Fest des Getreides
Author(s): Растителна защита
Date: 30.11.2020
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Das bulgarische Volk feiert den Andreastag (30. November) als Fest des Samenkorns. Dieser Tag wird mit der Erkenntnis verbunden, dass das Licht am Tag zu wachsen beginnt – zunimmt, weshalb er manchmal auch Edrey-Tag genannt wird, und die Sonne sich regt „wie ein Küken im Ei“. So wächst jeder Tag ein kleines bisschen, um so viel wie ein Hirsekorn. Die Hoffnung auf Licht bringt Optimismus für die Fruchtbarkeit des kommenden Agrariahres.
Im Volkskalender ist der Andreastag in den verschiedenen Regionen Bulgariens unter verschiedenen Namen bekannt (Andrejowden, Andreja, Endrin, Edrey, Udrey, Dreyowden, Edrewdan, Mechkinden).

Es wird geglaubt, dass von diesem Tag an der Tag um so viel wie ein Hirse- (Mais-, Erbsen- usw.) Korn zu wachsen („zuzunehmen“) beginnt, was mit der rituellen Praxis am Vorabend dieses Feiertags zusammenhängt, verschiedene Körner – Weizen, Erbsen, Mais, Bohnen, Linsen, Erbsen, Hirse und Gerste – in einem neuen Tongefäß zu kochen, damit sie zunehmen mögen. Und so wie sie schnell zunehmen, so sollen auch die Bräute mit ihrem neuen Nachwuchs anschwellen.
Am Morgen wirft jedes Mitglied des Haushalts ein wenig dieser gekochten Mischung in den Schornstein und wünscht sich „hohe“ (gute) Ernten, den Rest wird gegessen. Es wird auch den Haustieren und Hühnern gegeben. Weiterhin glaubt man, dass der Heilige den Winter und die langen Nächte vertreibt.
Volksglauben zufolge wird der Andreastag auch Bärentag genannt. Die Legende erzählt, dass der Heilige Andreas der einzige Apostel ohne einen Feiertag war, also bestieg er einen Bären und ritt zu Gott. Der Herr sprach zu ihm: „Wer dich nicht feiert, der soll dein Pferd reiten.“ Deshalb kocht man am 30. November in bestimmten Regionen Bulgariens Mais und wirft ihn über den Schornstein und ruft: „Hier, Bär, gekochter Mais, damit du nicht den rohen isst und nicht das Vieh und die Menschen frisst.“
Alles Gute zum Namenstag an Andrej, Andrijan, Andreja, Hrabar, Hrabrin, Silen, Deschka und Parvan!
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