'Leitfaden für die Kompostierung zu Hause'
Author(s): Растителна защита
Date: 18.10.2016
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Die häusliche Kompostierung wird oft als die umweltfreundlichste Methode zur Bewirtschaftung von biologisch abbaubaren Haushaltsabfällen (Speisereste und Garten-"Grün"-Abfälle) angesehen.
In den letzten Jahren wurde die Kompostierung in Abfallwirtschaftsprogramme aufgenommen, da sie eine Alternative zur getrennten Abfallsammlung bietet, insbesondere in dünn besiedelten Gebieten des Landes. Sie wird aus Gartenlaub, Pflanzenresten, Küchenabfällen wie Obst- und Gemüseschalen, gebrauchten Teeblättern, Kaffeesatz, Eierschalen hergestellt. Auch Pappe, Papier und Holzspäne können hinzugefügt werden. Kompostierung ist ein Prozess des Abbaus von organischen Abfällen in Anwesenheit von Sauerstoff, der zu einem homogenen bräunlich-schwarzen, krümeligen Material führt, das sich zum Düngen landwirtschaftlicher Kulturen und zur Wiederherstellung organischer Substanz in Böden eignet.
Die wichtigsten Faktoren, die den Prozess beeinflussen, sind: das Vorhandensein von Sauerstoff, Feuchtigkeit, das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis, die Partikelgröße, der Säuregrad des Mediums und die Temperatur.
Für qualitativ hochwertigen Kompost wird ein optimales Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis von 25:1 eingehalten, d.h. 25 Teile Kohlenstoff zu einem Teil Stickstoff. "Braune" Materialien wie Zweige, Stroh, trockene Blätter, Holzspäne, Pappe sind reich an Kohlenstoff, während "grüne" Materialien wie gemähtes Gras, Obst- und Gemüseschalen feucht und reich an Stickstoff sind. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Kompostierung ist der Feuchtigkeitsgehalt; er sollte bei etwa 60 % liegen. Wenn ein ausgewogenes Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis eingehalten wird, stellen Sie auch eine ordnungsgemäße Befeuchtung des Komposts sicher. Die Materialien sollten sich feucht anfühlen, aber es sollte kein Wasser austreten. Wenn der Kompost zu nass ist, sollten Sie trockene "braune" Materialien hinzufügen. Wenn er zu trocken ist, riskieren Sie, den Kompostierungsprozess zu stoppen; daher sollten Sie mehr stickstoffreiche Abfälle hinzufügen. Die Mikroorganismen, die den Kompost bilden, benötigen Luft zum Leben. Während des Abbaus verringert sich das Volumen des Komposts drastisch, wodurch die Menge an verfügbarem Sauerstoff reduziert wird. Deshalb ist es wichtig, den Inhalt umzuschichten und so den Lufteintritt zu gewährleisten. Je öfter Sie umschichten, desto besser. Ein- bis zweimal im Monat umzuschichten ist ausreichend für einen Prozess, der zwischen 5 und 6 Monaten dauern wird.
Das Ministerium für Umwelt und Wasser, Direktion Abfallwirtschaft, hat ein "Handbuch zur häuslichen Kompostierung" mit den grundlegenden Regeln erstellt, die beim Kompostierungsprozess befolgt werden müssen, um ausgezeichnete Ergebnisse zu erzielen. Das Handbuch kann HIER eingesehen werden.
