Lavendel und Safran verdrängen traditionelle Nutzpflanzen - Kartoffeln und Tabak

Author(s): Растителна защита
Date: 28.04.2016      3739

Die traditionellen Anbaupflanzen für Bulgarien – Kartoffeln und Tabak – weichen allmählich der Produktion der exotischen Gewürzpflanze Safran und der aromatischen Lavendel. Im Rhodopen-Gebirge lenken die Landwirte ihre Bemühungen in Richtung alternativer Landwirtschaft, da sie für ihre traditionelle regionale Lebensgrundlage keine Perspektiven mehr sehen.

Ein großer Teil der Rhodopen-Dörfer in der Gemeinde Banite begann bereits vor drei Jahren mit dem Lavendelanbau. Laut Neven Belchev, Bürgermeister des Dorfes Oryahovets, wurden in diesem Jahr insgesamt 10 Millionen Setzlinge der aromatischen Pflanze in der Region gepflanzt. Die Landwirte sind überzeugt, dass Lavendel die traditionelle Landwirtschaft vollständig ersetzen kann, da seine Kaufpreise deutlich über denen für Kartoffeln liegen. Es wird erwartet, dass bis Ende der Saison im September, nach dem Verkauf der Setzlinge, etwa 1 Million BGN in die Gemeinde fließen werden. Die einzige Sorge der Bergbauern ist das Problem der Missbräuche im Zusammenhang mit dem Einkaufspreis für Lavendel.

Tabak verliert aus demselben Grund, nämlich der sehr niedrigen Einkaufspreise und der Spekulationen von Zwischenhändlern, ebenfalls an Beliebtheit in der lokalen Bevölkerung. Derzeit sind beispielsweise Tabakproduzenten mit einem Einkaufspreis von 7 Lewa pro Kilogramm Tabak zufrieden. In den bekannten Tabakanbaugebieten wie Satovcha und Gotse Delchev beginnt man sich ebenfalls profitablen Kulturen zuzuwenden – Safran und Lavendel.

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