Was sind verlegte Sämlinge?
Verlegte Sämlinge sind junge Pflanzen, die durch starken Wind oder Regen umgeknickt und flach auf dem Boden liegen. Dies kann ihr Wachstum beeinträchtigen und die Ernte verringern.

Author(s): Растителна защита
Date: 28.02.2016      3859

Die Sämlinge liegen auf der Bodenoberfläche

Die Stängelbasis ist weder angenagt noch abgebrochen – Vertrittung durch Haustiere – Hunde, Katzen, oder die Samen wurden zu oberflächlich ausgesät.

Die Stängelbasis ist verdünnt und dunkel verfärbt, die Pflanzen sind wie umgeschnitten auf den Boden „gefallen“ – „Umfallkrankheit der Sämlinge“ – betrifft am häufigsten Sämlinge in Gewächshäusern; sie entwickelt sich bei ungünstigem Temperatur- und Feuchtigkeitsregime – zu hohe oder zu niedrige Temperaturen; übermäßige Bewässerung; zu dichte Aussaat oder Pikierung; Verwendung von unbehandeltem Saatgut und Erde-Mist-Gemischen. Empfehlung: Kranke Pflanzen werden zusammen mit den umliegenden gesunden herausgezogen und vernichtet. Die Stelle darunter wird mit einer 2%igen Lösung von Kupfersulfat oder Ammoniumnitrat gegossen, die verbleibenden Pflanzen werden mit Lösungen zugelassener Fungizide behandelt.

Die Stängelbasis ist angenagt – Eulenraupen (Erdraupen), Drahtwürmer, Schnakenlarven.

Die Stängelbasis ist erweicht, die Pflanzen sind auf den Boden „gefallen“ – „Umfallkrankheit“ – tritt bei Anzucht in vernässtem Substrat und bei niedrigen Temperaturen auf.

Schlechter Auflauf und ungleichmäßiger Bestand

Keine sichtbaren Veränderungen im Boden – der Boden ist nicht ausreichend belüftet oder die Samen wurden in kalten und nassen Boden gesät, oder zu tief gesät, oder sind sehr alt und haben eine geringe Keimfähigkeit.

Es gibt Veränderungen im Boden, Samen und Keimlinge werden herausgezogen und sogar zerstört – Vögel, besonders im zeitigen Frühjahr – Einsatz von Schutznetzen oder Vergrämungsmitteln; Mäuse – Auslegen von Ködern; Maulwurfsgrillen – Auslegen von Ködern; Ameisen – Bestäuben ihrer „Wege“ mit Borax, Einsatz von Vergrämungsmitteln.

Die Sämlinge sind schwach und verdreht

Die Samen wurden zu dicht gesät. Das Umpflanzen und Vereinzeln wurde zu einem ungeeigneten Zeitpunkt durchgeführt. Unzureichendes Licht für die Töpfe oder anderen Behälter mit Sämlingen.

Die Sämlinge entwickeln sich nicht

Der Boden ist zu kalt oder zu trocken. Die Sämlinge sind nicht abgehärtet.

Wurzeln, Stängelbasen und/oder Blätter sind angefressen

Vögel, Mäuse, Schnecken, Springschwänze, Trauermücken, Grillen, Schnakenlarven, Raupen von Eulen und anderen Nachtfaltern.

Die Blätter sind durchlöchert, angenagt, skelettiert und/oder zerstört

Raupen von Eulen und anderen Nachtfaltern, Erdflöhe – bei Kohlgewächsen.

Die Blätter sind miniert

Minierfliegen, Tomatenminierfliege.

Die Blätter sind gesprenkelt und/oder fleckig

Mosaikkrankheiten, Vergilbungskrankheiten, Echter Mehltau, Falsche Mehltaupilze, Blattfäule – bei Tomaten, Blattfleckenkrankheiten. Spinnmilben, Thripse, Zikaden.

Die Blätter sind erhalten, manchmal aber verfärbt und/oder eingerollt

Blattläuse, Weiße Fliege.

Allgemeine Empfehlungen

Anwendung der Grundsätze der guten fachlichen Praxis im Pflanzenschutz: Vorbeugung; Einhaltung der technologischen Anforderungen; optimale Anbautechnik; Sicherstellung eines optimalen Temperatur- und Feuchtigkeitsregimes der Luft und des Substrats in Anzuchteinrichtungen; Aussaat und Pikieren in desinfiziertem Substrat; Verwendung von hochwertigem und zertifiziertem Saatgut mit hoher Keimfähigkeit, vorbehandelt; Desinfektion von Geräten; Anbau resistenter Sorten; Entfernung und Vernichtung kranker Pflanzen; Behandlung mit für die jeweiligen Schadorganismen zugelassenen Pflanzenschutzmitteln; in Anzuchteinrichtungen Aufstellen farbiger Klebefallen – gelb für Weiße Fliege und Blattläuse, gelb-orange für Minierfliegen, himmelblau für Thripse; Einsatz von Mitteln zur biologischen Schädlingsbekämpfung.