Was sollten wir wissen, bevor wir eine Obstplantage anlegen?

Author(s): проф.д-р Мария Боровинова, Институт по земеделие в Кюстендил
Date: 29.11.2015      3275

Obstplantagen verbleiben über einen längeren Zeitraum auf derselben Fläche. Ihre Anlage erfordert erhebliche finanzielle Investitionen und Arbeitsaufwand, was es notwendig macht, dass die Erzeuger die Grundanforderungen der jeweiligen Kulturen erfüllen. Darüber hinaus müssen sie auch die modernen Verbraucheranforderungen an pestizidfreie Früchte sowie den Schutz von Boden und Wasser vor Verschmutzung berücksichtigen. Standorte für neue Obstplantagen müssen den biologischen Anforderungen der Obstart und Sorte entsprechen. Ungeeignet für Obstplantagen sind Standorte, an denen die Wintertemperaturen unter die kritischen Schwellenwerte für eine bestimmte Obstart fallen und die Sommertemperaturen über 35-37°C steigen.

Für Obstplantagen geeignete Böden müssen ausreichend belüftet sein, mit guter Wasserhaltekapazität und Durchlässigkeit. Diese Anforderungen werden von Auenwiesenböden, typischen ausgelaugten Schwarzerden, zimtfarbenen Waldböden und grauen Waldböden erfüllt.

Bis zu 4 Jahre lang sollten Obstplantagen nicht auf Flächen angelegt werden, die zuvor von derselben Art besetzt waren. Es ist sehr wichtig, dass Obstplantagen auf Flächen angelegt werden, die frei von Infektionen durch den Wurzelkropf sind, verursacht durch den Erreger Rhizobium radiobacter syn. Agrobacterium tumefaciens.

Der zuverlässigste Weg, den Pestizideinsatz zu reduzieren, ist die Auswahl von Sorten, die resistent oder weniger anfällig für wirtschaftlich bedeutende Krankheiten sind – Apfelschorf und Mehltau beim Apfel, Zylindrosporiose bei der Kirsche, Braunfäule bei Kirsche und Sauerkirsche sowie Kräuselkrankheit beim Pfirsich.

Vor der Anlage von Obstplantagen muss sorgfältig nicht nur die Auswahl der Sorten, sondern auch das Pflanzschema bedacht werden, insbesondere wenn die Plantage gemischt ist. Bei der Anordnung der Arten und Sorten ist es zwingend erforderlich, die Bestäubung und den Schutz der Bäume und der Fruchternte vor Schädlingen zu berücksichtigen. Ein gut durchdachtes Pflanzschema für die Plantage ist eine Voraussetzung für die Reduzierung des Pestizideinsatzes während der gesamten Anbauzeit der Obstart.

Die unterschiedliche Anfälligkeit von Apfel-, Birnen-, Süßkirschen-, Sauerkirschen- und Pflaumensorten für die wirtschaftlich bedeutendsten Krankheiten, die unterschiedlichen Fruchtreifezeiten und die Blühphasen ermöglichen den Einsatz einer differenzierten Pflanzenschutzstrategie. Dies vermeidet unnötige Spritzungen für einzelne Sorten.