Die Resistenz von Unkräutern gegen Glyphosat nimmt zu.
Author(s): Растителна защита
Date: 28.09.2015
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Seit einiger Zeit steht der chemische Wirkstoff Glyphosat, der ein Hauptbestandteil einer großen Anzahl von Herbiziden ist, im Fokus der Aufmerksamkeit, sowohl von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation als auch von Agrarwissenschaftlern, die der Ansicht sind, dass der Wirkstoff seine Wirksamkeit verloren hat und Unkräuter nicht mehr auf seine Formel ansprechen.
Die Erstellung eines Berichts durch unabhängige Experten, der sich auf die Kanzerogenität dieses spezifischen chemischen Wirkstoffs konzentriert, hat Mitte August die öffentliche Meinung aufgewühlt und, wie "Pflanzenschutz" bereits berichtete, die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in Frage gestellt.
In letzter Zeit sind auch andere Details ans Licht gekommen, die die glorreiche Geschichte des Masseneinsatzes des chemischen Wirkstoffs bedrohen. Amerikanische Landwirte berichten zunehmend von glyphosatresistenten Unkräutern. Die Resistenz gegen das Produkt nimmt dramatisch zu, und dies wirkt sich direkt auf die Nahrungsmittelproduktion aus. Landwirte in den USA haben bereits eine Liste von 14 "glyphosatresistenten" Pflanzen zusammengestellt, die in verschiedenen landwirtschaftlichen Regionen der USA dokumentiert sind. In letzter Zeit wird viel über den Palmer-Amarant (Amaranthus palmeri) gesprochen, dessen schnelle und einfache Ausbreitung den Ertrag der landwirtschaftlichen Betriebe bedroht.
Gleichzeitig erfreuen sich Pflanzen der Gattung Amaranth in Europa und seit kurzem auch in Bulgarien in der gesunden Ernährung aufgrund des hohen Nährwerts ihrer Samen zunehmender Beliebtheit. Je nach Sorte liegt der Rohproteingehalt in den Samen zwischen 12,5 % und 17,5 %, und sie sind besonders reich an Lysin, im Gegensatz zu echten Getreidekörnern.
Ob die Zulassung von Glyphosat durch die Landwirtschaftsbehörden Ende Oktober für weitere 10 Jahre verlängert wird oder für immer in die Geschichte eingeht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter seine Unwirksamkeit und die Notwendigkeit neuer, wirksamer Produkte, die für Mensch und Umwelt sicher sind.
