Der Nationale Verband der Getreideproduzenten startet die Erntekampagne in der Region Widin.

Author(s): Растителна защита
Date: 16.06.2025      391

Die offizielle Eröffnung der Ernteaktion 2025 findet am 17. Juni um 10:00 Uhr auf den Ländereien von „Agro – Zar Petrovo“ in der Region Widin statt. Gastgeber der Veranstaltung ist Victor Rombaut, wie der Nationale Verband der Getreideproduzenten (NAGP) bekannt gab.

Auch in diesem Jahr wird der Verband den wichtigsten Tag für jeden Landwirt – den Erntebeginn – mit einem reichhaltigen Begleitprogramm, Vorführungen und Feldpraktiken begehen.

Im Rahmen der Veranstaltung sind geplant: eine feierliche Roggenernte als Teil der europäischen Initiative „Brot des Friedens“; ein Tag der offenen Tür für regenerative Landwirtschaft, eine Ausstellung von Landmaschinen und -produkten – Direktsaatmaschinen, Mähdrescher, Traktoren, Sprühgeräte mit Kameras, Pflanzenschutzmittel, Dünger und andere Innovationen; ein Versuchsfeld mit Weich- und Hartweizen von „RAGT“; Präsentationen über die Praktiken, Herausforderungen und Lösungen auf dem Bauernhof „Agro Zar Petrovo“.


Das Projekt „Brot des Friedens“ ist eine europäische Initiative, an der zwölf Länder Mittel- und Osteuropas, darunter Bulgarien, beteiligt sind. Erstmals im Jahr 2012 wurde der Roggen, der auf dem Feld um die Kapelle der Versöhnung in Berlin – dem Ort des ehemaligen „Todesstreifens“ der Berliner Mauer – geerntet wurde, in jedes teilnehmende Land geschickt.

Seit 2013 werden die Roggensamen vom Feld um die Kapelle der Versöhnung in Berlin an symbolischen und historisch bedeutsamen Wendepunkten in den Ländern Mittel- und Südosteuropas angebaut, die nach 1989 der Europäischen Union beigetreten sind.

Im Jahr 2014, als sich der Fall der Berliner Mauer zum 25. Mal jährte,  wurde erstmals ein symbolischer Teil der Roggenernten aus den teilnehmenden Ländern des Projekts nach Berlin geschickt. Dieser „Jubiläumsroggen“ wird mit dem in Berlin gesammelten Roggen vermischt, gemahlen und zu einem gemeinsamen europäischen „Brot des Friedens“ gebacken.

Das Projekt „Brot des Friedens“ wird mit Unterstützung des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Deutschlands und der Landwirtschaftsministerien der beteiligten Länder organisiert.  Neben Deutschland nehmen 11 weitere EU-Mitgliedstaaten aus Mittel- und Südosteuropa teil: Bulgarien, Estland, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und Kroatien.


Die symbolische Ernte begann zuerst in der Region Jambol

Dieses Jahr fand die erste Ernte im Land am 12. Juni in der Region Jambol statt. Die symbolische Ernte begann in der Gemeinde Tundscha,  die über 1 Million Dekar Ackerland verfügt.

Die Produzenten in der Region erwarten trotz des Schnees im April relativ hohe Durchschnittserträge.

Nach Angaben der Regionaldirektion „Landwirtschaft“ wurden in der Region fast 663.000 Dekar Weizen und etwa 79.000 Dekar Gerste gesät.