BFSA entwickelt eine Strategie zum Schutz von Obstgärten vor dem Schädling schwarzer Prachtkäfer
Author(s): Растителна защита
Date: 27.11.2024
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Die Bulgarische Agentur für Lebensmittelsicherheit (BFSA) ergreift Maßnahmen bezüglich der zunehmenden Population des Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfers (Capnodis tenebrionis)*, der 2024 festgestellt wurde. Das Problem wurde bereits während der aktiven Vegetationsperiode identifiziert, und um den aktuellen Zustand der Obstplantagen im Land umgehend festzustellen, hat die BFSA Schreiben an die Regionalen Direktionen für Lebensmittelsicherheit versandt.
Das Problem mit dem Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfer beschränkt sich nicht nur auf Bulgarien. Der Schädling wird auch in anderen europäischen Ländern beobachtet, mit einem insgesamt regionalen Trend steigender Population. Dies unterstreicht die Notwendigkeit rechtzeitiger Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung seiner Ausbreitung.
Im Jahr 2024 wird ein allmählicher Anstieg der Populationsdichte des Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfers beobachtet. Die Gründe hierfür sind komplex und umfassen:
- Probleme in den angewandten agronomischen Praktiken – Mangel an resistenten Unterlagen; dauerhaft begrünte Bodenoberfläche und Fehlen von Bewässerung durch Überflutung; Verwendung von Pflanzmaterial aus zertifizierten Baumschulen;
- Klimawandel – die Erwärmung des Klimas wirkt sich direkt auf die Entwicklung des Insekts aus – hohe Überlebensrate und kurze Entwicklungszeit der überwinternden Larven, Verlängerung der Ausbreitungsphase der Adulten und folglich höhere Fruchtbarkeit und massenhafter Anstieg der Population in großem Umfang.
- Fehlende entwickelte, wirksame Werkzeuge zur Überwachung des Schädlings – es gibt keine Pheromonfallen, farbige Klebefallen, Sensor- und digitale Methoden.
- Eingeschränkte Palette zugelassener Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln (PSM) auf europäischer Ebene im Zusammenhang mit der Reduzierung des Pestizideinsatzes und dem Green Deal sowie Mangel an wirksamen alternativen Bekämpfungsmitteln.
Vorbeugung und die Anwendung hochwertiger agronomischer Maßnahmen bleiben die Grundlage einer wirksamen Schädlingsbekämpfung. Gemäß dem Pflanzenschutzgesetz erfolgt der Schutz von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen nach den allgemeinen Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes. Alle Personen sind verpflichtet, die Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse, die sie besitzen, anbauen, produzieren oder lagern, in einem guten phytosanitären Zustand zu halten.
Maßnahmen zur Bekämpfung des Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfers werden ergriffen, sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen. Gegen die Adulten werden Pflanzenschutzmittel mit unterschiedlichen Wirkungsweisen, einschließlich solcher, die Mikroorganismen enthalten, eingesetzt. Für die Larven werden biologische Bekämpfungsmittel wie entomopathogene Nematoden und PSM, die Mikroorganismen enthalten, verwendet.
Die BFSA hat alle notwendigen Schritte unternommen, um die Verwendung biologischer Bekämpfungsmittel und PSM zu genehmigen sowie eine Strategie zur Bekämpfung des Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfers zu entwickeln. Es wurden zwei Arbeitsgruppen eingerichtet – eine für die Genehmigung der Verwendung biologischer Bekämpfungsmittel gegen die Larven des Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfers und eine weitere für die Erarbeitung einer nationalen Strategie zur Schädlingsbekämpfung.
Wir rufen landwirtschaftliche Erzeuger auf, ausschließlich Pflanzmaterial mit nachgewiesener Herkunft aus zertifizierten Baumschulen zu verwenden, um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern und die Gesundheit der Obstplantagen zu bewahren.
*Der Mittelmeer-Pfirsichprachtkäfer (Capnodis tenebrionis) ist seit den 1940er und 1950er Jahren ein gefährlicher Schädling an Steinobstarten in unserem Land. Er ist in Baumschulen und jungen Obstplantagen weit verbreitet. Er befällt Aprikose, Pflaume, Pfirsich, Süßkirsche, Sauerkirsche, Aprikosenhybriden, die Ölrose, Birne, Quitte und Weißdorn.
Der Schädling entwickelt eine Generation in zwei Jahren. Die Adulten ernähren sich von Blattstielen, Knospen und der Rinde der Bäume. Den Hauptschaden verursachen die Larven, die in die Wurzeln eindringen und Gänge in der Hauptwurzel bohren. Infolge des Schadens schwächen die Bäume ab, vertrocknen und sterben ab. Das Vorhandensein des Schädlings kann durch das Auffinden von Blättern mit angefressenen Stielen unter der Baumkrone festgestellt werden. Bei starkem Befall fallen die Blätter im Sommer ab.
Foto: Pixabay
Quelle: BFSA
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