Palmsonntag – das schönste Frühlingsfest
Author(s): Растителна защита
Date: 28.04.2024
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Heute feiern wir Palmsonntag (Zwetniza), das schönste Frühlingsfest und den Namenstag aller, die nach Blumen, Bäumen und Kräutern benannt sind. Der Tag ist auch als Weiden- und Blumen-Sonntag, Vaya (Vaia), Kuklinden oder (in den westlichen Kirchen) Palmsonntag bekannt.
Das Fest fällt immer auf den Sonntag nach dem Lazarussamstag, eine Woche vor Ostern. Es ist dem feierlichen Einzug Jesu Christi in Jerusalem mit Oliven- und Lorbeerzweigen gewidmet. Es wird von orthodoxen Christen ebenso wie von Katholiken und Protestanten gefeiert.
Nach altem Brauch gehen die Christen frühmorgens in festlicher Kleidung zur Kirche, um an einem feierlichen Gottesdienst und der Wasserweihe teilzunehmen. Nach dem Gottesdienst nehmen die Gläubigen geweihte Weidenzweige mit nach Hause, für Gesundheit und Schutz vor Krankheit und Bösem. Man glaubt, dass die geweihte Weide schützende und regenerative Kraft besitzt, weshalb sie ein ganzes Jahr lang vor der Hausikone aufbewahrt wird.
Am Morgen werden Kränze aus Weidenzweigen über den Toren jedes Hauses aufgehängt, die vor Bösem und Unfruchtbarkeit schützen. Die Mädchen, die am Vortag das Lazaruvane durchgeführt haben, versammeln sich am Fluss, jede bringt ihren eigenen Kranz und das vorbereitete Ritualbrot (Kukla) mit und führt den Brauch des „Kumitschene“ durch. Die Kränze und Brotstücke werden auf ein kleines Brett gelegt und flussabwärts treiben gelassen. Das Mädchen, dessen Kranz zuerst herauskommt, wird zur „Kumiza“ gewählt und führt den Mädchenreigen zu ihrem Haus.
An diesem Tag werden die Lazarusriten und -bräuche fortgesetzt. Mit dem Kumitschene der Lazarussmädchen endet der Zyklus der Mädchen-Frühlingsspiele. Am Abend tanzen auf dem Dorfplatz die Mädchen und Junggesellen zum letzten Mal den Lazarusreigen, und zum ersten Mal nach den österlichen Fastenzeiten schließt sich die Kette. Die Woche, die am Montag nach Palmsonntag beginnt, heißt Karwoche. In ihr durchleben die Christen das Leiden Christi.
Das Fest geht in der Regel mit dem Decken des Familientisches weiter. An manchen Orten wird ein Ritualgericht namens Tavalak zubereitet – Fisch mit Reis. Nach dem festlichen Mittagessen versammeln sich alle auf dem Dorfplatz, wo sie fröhliche offene Reigentänze, bekannt als Bujenetz, tanzen.
Heute haben alle Namenstag, die Blumennamen tragen – Zdravko, Zdravka, Detelina, Detelin, Roza, Rosalia, Lydia, Lilija, Zweta, Zwetan, Zwetelin, Zwetelina, Trendafil, Flora, Florina, Javor, Jassen, Jagoda und andere.
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