Erntekampagne 2022
Author(s): Растителна защита
Date: 04.07.2022
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Die Erntekampagne 2022 begann Ende Juni im Dorf Bosduganowo, Region Stara Zagora. Gastgeber der diesjährigen traditionellen ersten Ernte war Penjo Todorow, ein Mitglied des Thrakischen Verbands der Getreideproduzenten. Die Kampagne wurde offiziell vom Nationalen Verband der Getreideproduzenten (NAG) eröffnet, der im Rahmen des europäischen Projekts „Brot des Friedens“ auch den ersten Schnitt des Roggens vornahm.
Die Tradition der ersten Ernte wurde in der Gemarkung des Dorfes Bosduganowo, Region Stara Zagora, begangen. Gastgeber der diesjährigen traditionellen ersten Ernte war Penjo Todorow, ein Mitglied des Thrakischen Verbands der Getreideproduzenten.
In seiner Begrüßungsansprache betonte der Vorsitzende des Nationalen Verbands der Getreideproduzenten, Kostadin Kostadinow, dass nur eine starke und gut entwickelte Landwirtschaft die Ernährungssicherheit der Bevölkerung in einem vereinten und stabilen Europa gewährleisten kann. Er wünschte allen seinen Kollegen eine erfolgreiche Ernte, hohe Erträge und eine ausgezeichnete Qualität des geernteten Erzeugnisses.
Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten der Landwirtschaftsminister Iwan Iwanow, der stellvertretende Landwirtschaftsminister Stefan Burdzhiev, Vertreter der lokalen Behörden sowie die Vorsitzenden der Regionalverbände des NAG.
Zusammen mit der offiziellen Eröffnung der Erntekampagne führte der NAG auch den traditionellen ersten Schnitt des Roggens im Rahmen des internationalen Projekts „Brot des Friedens“ durch. Die europäische Initiative umfasst insgesamt 12 Länder aus Mittel- und Osteuropa. Der NAG ist seit 10 Jahren Partner der Initiative.

Brot des Friedens
Das Projekt „Brot des Friedens“ ist eine europäische Initiative, an der zwölf Länder aus Mittel- und Osteuropa beteiligt sind, darunter Bulgarien. Zum ersten Mal wurde 2012 der Roggen, der vom Feld um die Kapelle der Versöhnung in Berlin – dem Ort des ehemaligen „Todesstreifens“ der Berliner Mauer – geerntet wurde, in jedes teilnehmende Land geschickt.
Seit 2013 werden die Samen des Roggens vom Feld um die Kapelle der Versöhnung in Berlin an symbolischen und historisch bedeutsamen Orten des Umbruchs in den Ländern Mittel- und Südosteuropas angebaut, die nach 1989 der Europäischen Union beigetreten sind.
Im Jahr 2014, als 25 Jahre seit dem Fall der Berliner Mauer begangen wurden, wurde erstmals ein symbolischer Teil der Roggenernten aus den am Projekt teilnehmenden Ländern nach Berlin geschickt. Dieser „Jubiläumsroggen“ wurde mit dem in Berlin geernteten Roggen vermischt, gemahlen und zu einem gemeinsamen europäischen „Brot des Friedens“ verbacken.
Das Projekt „Brot des Friedens“ wird mit Unterstützung der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Deutschlands, Julia Klöckner, und der Landwirtschaftsministerien der teilnehmenden Länder organisiert. Neben Deutschland umfasst das Projekt
weitere 11 EU-Mitgliedstaaten aus Mittel- und Südosteuropa: Bulgarien, Estland, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und Kroatien.
Der NAG ist seit Anbeginn des Projekts der offizielle Partner für Bulgarien. Jedes Jahr übernimmt ein Vertreter des Verbands der Getreideproduzenten aus einer anderen Region des Landes den Anbau des Roggens.
* Fotos: NAG
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