Schäden durch die Zwiebelfliege

Author(s): проф. д-р Винелина Янкова, ИЗК “Марица” в Пловдив
Date: 07.03.2022      5131

Knoblauchfliege (Suillia lurida Melg.) befällt Winterknoblauch und im Herbst gesetzte Steckzwiebeln. Sie entwickelt eine Generation pro Jahr und überwintert als adultes Insekt. Ihr Flug im Frühjahr beginnt sehr früh, bereits im Februar–März. Die Fliegen legen ihre Eier einzeln an der Basis der Pflanzenstängel oder auf dem Boden in deren Nähe ab. Schaden verursachen die Larven. Zunächst fressen sie einen kurzen Streifen entlang des mittleren Blattes, der sich nach unten hin verbreitert. Infolge des Schadens welkt der obere Teil des Blattes und rollt sich später spiralförmig ein. Die Larven zerstören weiterhin die jüngsten unentwickelten Blätter und bewegen sich in Richtung der Zwiebel, in der sie Fraßgänge anlegen. Geschädigte Pflanzen bleiben in ihrer Entwicklung zurück, vergilben und welken. Schwächere Pflanzen sterben ab, während besser entwickelte mit einem hohlen Stängel und einer weichen Zwiebel zurückbleiben. Beim Herausziehen der befallenen Pflanzen brechen diese ab. In einer einzelnen Pflanze entwickelt sich nur eine Larve. Die Entwicklung der Larve dauert 28–35 Tage. Die Verpuppung erfolgt im April–Mai im Boden in einer Tiefe von 10–18 cm in der Nähe der geschädigten Pflanzen.

Schaden

Bekämpfung

Um Schäden durch die Knoblauchfliege zu reduzieren, sollten die für Knoblauch vorgesehenen Flächen nicht mit Stallmist, sondern nur mit mineralischen Düngern gedüngt werden. Knoblauch sollte im Herbst so früh wie möglich gepflanzt werden, und es sollten hohe agronomische Praktiken angewendet werden, um ein schnelles Wachstum der Pflanzen zu gewährleisten, damit sie die durch die Fliegenlarven verursachten Schäden überwinden können. Fruchtfolge, Unkrautbekämpfung – Wirtspflanzen – und Pflügen nach der Ernte tragen zur Verringerung der Populationsdichte bei. Eine chemische Bekämpfung wird gegen die Fliegen vor der Eiablage bei einer Dichte von 5 Exemplaren/10 Kescherschläge mit einem entomologischen Netz durchgeführt. Zwei bis drei Behandlungen im Abstand von 7 Tagen werden im 3–4-Blatt-Stadium der Kultur (Februar–März) durchgeführt. Es gibt keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen die Knoblauchfliege, jedoch können einige Breitbandinsektizide aus der Gruppe der Pyrethroide verwendet werden, wie z.B. Decis 100 EC 7,5–12,5 ml/ha, Meteor 60–70 ml/ha, Lambdex Extra 40–50 g/ha und Vaztak New 100 EC 10 ml/ha. Bei der Durchführung der Behandlungen muss ein Adjuvans zugesetzt werden. Die Karenzzeiten sind strikt einzuhalten.