Im Gemüsegarten
Author(s): проф. д-р Стойка Машева, ИЗК "Марица" Пловдив
Date: 01.02.2015
4443
Die Anzuchteinrichtungen werden von Pflanzenrückständen aus der vorherigen Wachstumssaison, Unkraut und Durchwuchs gereinigt. Das Anzuchtsubstrat wird vorbereitet. Am besten handelt es sich um eine Torf-Perlit-Mischung, die zur Befüllung von Multitopfplatten, Anzuchtkisten und Töpfen verwendet wird. Wenn diese direkt auf dem Boden platziert werden, muss die Oberfläche gut planiert sein. Darüber wird eine Polyethylenfolie gelegt, die die Anzuchtbehälter vom Boden isoliert und das Eindringen von Krankheitserregern und Schädlingen verhindert. Auch Saatgut wird vorbereitet und für Kulturen in unbeheizten Stahl-Glas- und Polyethylengewächshäusern sowie gegen Ende des Monats für die frühe Freilandproduktion ausgesät. Für die Aussaat sollte desinfiziertes Saatgut verwendet werden. Wenn dies nicht auf der Originalverpackung vermerkt ist, ist eine Desinfektion erforderlich durch: Thermische Behandlung von Gurkensamen in einem Thermostaten gegen Viren nach einem spezifischen Schema. Dies wird nur von Fachleuten durchgeführt, um die Keimfähigkeit des Saatguts nicht zu schädigen.
Einweichen in chemischen Lösungen:
- In einer 3%igen Perhydrollösung (1 Teil Perhydrol (30%) + 9 Teile Wasser) mit Einwirkzeit: für Tomaten 25 Minuten, Gurken – 20, Paprika und Auberginen – 30, Zucchini – 60, Wassermelonen – 120, kleinsamige Kulturen – 15 Minuten. Die Samen werden ständig umgerührt, dann 30 Minuten unter fließendem Wasser gespült und getrocknet.
- In einer 20%igen Salzsäurelösung für 30 Minuten, die gegen Viren und Bakterien wirksam ist.
- Behandlung in heißem Wasser (50-52°C) gegen Bakterien und Pilze für kleinsamige Kulturen.
Um das Auftreten von "Umfallkrankheit" oder Wurzelfäule bei Sämlingen in den Einrichtungen zu verhindern, muss ein optimales Temperatur-Feuchtigkeits-Regime eingehalten werden. Bei Entdeckung werden kranke Pflanzen entfernt. Die Stelle unter und um sie herum wird mit einer 2-3%igen Lösung von Blaustein (Kupfersulfat) oder Ammoniumnitrat "abgebrannt". Anschließend werden die verbleibenden Pflanzen mit 3-4 l/qm einer Mischung aus 0,1% Topsin M 70 WP + 0,1% Proplant 722 SL gewässert. Zum Schutz vor Umfallkrankheit während der Anwachsphase werden die Pflanzen mehrere Tage vor dem Umpflanzen mit derselben Kombination gewässert - je 50 ml.
Bei Tomatensämlingen ist ein Befall durch Dürrfleckenkrankheit (Alternaria), Grauschimmel (Botrytis) und Echten Mehltau möglich. Die ersten beiden Krankheiten entwickeln sich bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bei Auftreten der Dürrfleckenkrankheit sprühen mit 0,04% Score 250 EC, 0,25% Ridomil Gold, 0,25% Cursait M DF, 0,2% Dithane M-45, 0,2% Dithane DG, 0,35% Pujil 35 L SC, 0,075% Quadris 25 SC, und gegen Grauschimmel (Botrytis) 0,07% Topsin M anwenden. Gegen Echten Mehltau behandeln mit 0,025% Topaz 100 EC, 0,02% Shavit 25 EC, 0,075% Quadris 25 SC.
Bei Gurkensämlingen ist ein Befall durch Echten Mehltau möglich, zu dessen Bekämpfung 0,02% Bayfidan 250 EC, 0,04% Domark und die für Tomaten genannten Pflanzenschutzmittel (PSM) angewendet werden.
Um das Auftreten der Gewächshausmottenschildlaus und von Blattläusen in Anzuchteinrichtungen festzustellen, werden gelbe Klebefallen platziert; für Thripse - hellblaue, und für Minierfliegen - gelb-orange. Gegen die genannten Schädlinge sowie gegen Milben werden die Sämlinge mit 0,5 -1 g/Pflanze Vidate 10 G behandelt – 2-3 Tage nach dem Pikieren und erneut 3-4 Tage vor dem Umpflanzen. Es ist sehr wichtig, die zweite Behandlung nicht zu versäumen, da ihre Schutzwirkung etwa 50-60 Tage beträgt.
