Stress und Anpassung bei Pflanzen

Author(s): проф. Андон Василев, от Аграрния университет в Пловдив
Date: 01.02.2015      3428

In den letzten Jahren hat das Thema Pflanzenstress zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies ist größtenteils auf die fortschreitenden Klimaveränderungen und die Umweltverschmutzung zurückzuführen, die sich nachteilig auf die Erträge landwirtschaftlicher Kulturen und die Qualität der Pflanzenproduktion auswirken. Die charakteristischsten Stressfaktoren für landwirtschaftliche Pflanzen in unserem Land sind Dürre, niedrige und hohe Temperaturen, Mängel an Mineralstoffen usw. Ihre negative Auswirkung ist vergleichbar mit, und in vielen Fällen übertrifft sie, den Schaden, der durch Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter verursacht wird.

Aufgrund der abiotischen Natur der führenden Stressfaktoren ist es eine verbreitete Vorstellung, dass sie in erster Linie "nicht-parasitäre Krankheiten" bei Pflanzen verursachen. In Wirklichkeit kann Pflanzenstress auch durch biotische Faktoren - Bakterien, Pilze, Viren usw. - sowie verschiedene Xenobiotika - Pestizide, Schwermetalle und Gase - ausgelöst werden. Im letzteren Fall wird häufiger der Begriff "Phytotoxizität" anstelle des Begriffs "Stress" verwendet, aber im Wesentlichen spiegeln beide Konzepte physiologische Zustände von Pflanzen wider, die das Ergebnis ähnlicher struktureller und funktioneller Störungen sind.

Moderne Pflanzenschutzmittel schaffen Möglichkeiten für eine immer erfolgreichere Bekämpfung von Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern, weshalb die Resistenz (Toleranz) landwirtschaftlicher Kulturen gegenüber verschiedenen Stressbelastungen oft zu einem limitierenden Faktor für die Erzielung hoher Erträge wird. Dies motiviert auch eine vertiefte Untersuchung des Problems des Pflanzenstresses.