Schädlingsbekämpfungssystem für Weinberge im Mai

Author(s): Растителна защита
Date: 27.05.2021      1806

Phänologische Entwicklungsstufe – Blütenstandsstreckung – Blüte

SchaderregerFalscher Mehltau der Rebe Plasmopara viticola

Schadbild

Die Krankheit befällt am häufigsten Blätter und Trauben. Das Schadbild auf infizierten Blättern äußert sich in der Bildung von hellgrünen, runden (öligen) Flecken. Bei feuchter Witterung sind die Flecken auf der Blattunterseite mit einem gräulich-weißen Schimmelbelag überzogen. Bei Befall der Trauben unmittelbar nach der Blüte verfärben sich die jungen Beeren dunkel, werden von einem gräulich-weißen Belag überzogen und vertrocknen.

Bekämpfung

Die erste Behandlung wird durchgeführt, wenn günstige Bedingungen für eine Infektion vorliegen (Lufttemperatur über 13°C, häufige aber leichte Niederschläge) und die Rebe eine anfällige phänologische Stufe erreicht hat („Blüte“ – „Erbsengröße der Beeren“). Ziel ist es, vor dem Auftreten öliger Flecken auf den Blättern zu behandeln. Bei Verwendung von Kontaktfungiziden betragen die Spritzintervalle 3-7 Tage, bei lokal systemischen Fungiziden 7-10 Tage und bei systemischen Fungiziden 10-14 Tage.

SchaderregerEchter Mehltau Oidium tuckeri

Schadbild

Die Krankheit manifestiert sich hauptsächlich auf der Blattoberseite, wo gelblich-grüne Flecken mit einem gräulich-weißen Belag entstehen. Werden die Trauben nach der Blüte befallen, bilden sich auf den Beeren kleine, mit einem weißen Belag überzogene Flecken. 

Bekämpfung

Die erste vorbeugende Spritzung sollte erfolgen, wenn die Triebe eine Länge von 10-15 cm erreicht haben. Weitere Behandlungen sollten je nach klimatischen Bedingungen, Sortenanfälligkeit, Befallsgrad und Wirkungsweise des verwendeten Fungizids alle 8-10 Tage durchgeführt werden.

Schaderreger – Graufäule Botrytis cinerea

Schadbild

Der Schaden an den Blütenständen äußert sich in der Braunfärbung der Blütenknospen, die anschließend vertrocknen und abfallen.

Bekämpfung

Bei warmer und feuchter Witterung sollte unmittelbar nach der Blüte eine vorbeugende Spritzung mit einem der zugelassenen Fungizide durchgeführt werden.

Schädlinge

Schädling – Einbindiger Traubenwickler Lobesia  botrana

Schadbild

Im Mai verursachen die Larven der ersten Generation des Schädlings Schäden, indem sie die Blütenknospen anfressen und mit Gespinstfäden zusammenweben. Die Larven fressen oft auch die Ästchen des Blütenstandes an, wodurch viele weitere Blütenknospen absterben.

Bekämpfung

Eine Behandlung sollte zu Beginn des Larvenschlupfes durchgeführt werden, wenn die wirtschaftliche Schadensschwelle für die erste Generation erreicht ist:

• Tafeltraubensorten - 4-6 Larven pro 100 Blütenstände;

• Weintraubensorten - 6-8 Larven pro 100 Blütenstände.

SchädlingRebenschildlaus  Pulvinaria vitis

Schadbild

In dieser Periode verursachen die Larven der überwinternden Generation und die zu Adulttieren entwickelten Rebenschildläuse Schäden. Sie saugen Saft aus den Trieben, was zu einer Schwächung der Reben führt.

Bekämpfung

Die chemische Bekämpfung wird gegen die jungen Larven mit einem der zugelassenen Pflanzenschutzmittel durchgeführt.

SchädlingGelbe Rebenspinnmilbe Schizotetranychus viticola und Rote Obstbaumspinnmilbe  Panonychus  ulmi

Schadbild

Adulte Tiere, Larven, Protonymphen und Deutonymphen der ersten und zweiten Generation beider Arten verursachen Schäden, indem sie an der Blattunterseite, hauptsächlich entlang der Haupt- und Nebenadern gruppiert, Saft saugen.

Bekämpfung

Eine Behandlung sollte gegen adulte Tiere und Larven durchgeführt werden, wenn die wirtschaftliche Schadensschwelle erreicht ist:

• 2-3 Individuen/Blatt – bis Mitte Mai.

SchädlingBirkenblattroller Byctiscus betulae

Schadbild

Die adulten Insekten verursachen Schäden, indem sie zunächst die Knospen und später die Blätter und Triebe anfressen.  Während der Eiablage fressen die Weibchen die Blattstiele oder die jungen Triebe an und rollen die welkenden Blätter anschließend zigarrenförmig ein.

Bekämpfung

Wird eine Zunahme der Dichte adulter Tiere festgestellt, sollte vor der Eiablage mit Kontaktinsektiziden behandelt werden.

Die Spritzung wird nach 10-14 Tagen wiederholt.