2015 - Internationales Jahr der Böden
Author(s): Растителна защита
Date: 18.02.2015
1987
Über die globale Bedeutung der Böden in den letzten Jahren
Der Boden ist neben Wasser eine der am stärksten von Erschöpfung bedrohten natürlichen Ressourcen, die nicht nur für die Entwicklung einer qualitativ hochwertigen Landwirtschaft, sondern auch für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung unerlässlich ist. Aufgrund der Bedeutung der Bodenressourcen erklärten die Vereinten Nationen das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr der Böden. Nach Angaben der FAO ist ein Drittel aller Böden durch Erosion, Versalzung, Nährstoffverarmung usw. degradiert. Die Prognosen sind nicht sehr vielversprechend und zeigen, dass, wenn keine neuen Methoden zur Bodenbearbeitung ergriffen werden, die Menge an fruchtbarem und ackerfähigem Land pro Kopf bis 2050 nur noch ein Viertel der Fläche pro Person von 1960 betragen wird. Die Tatsache, dass die Bildung von 1 cm Oberboden etwa 1000 Jahre dauert, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus lebt mindestens ein Viertel der weltweiten Biodiversität unter der Erde.
Angesichts der enormen Herausforderungen für das nachhaltige Management und den Schutz der Böden weltweit beschloss die UN-Generalversammlung mit einer Resolution auf ihrer 68. Sitzung am 20. Dezember 2013, dass der 5. Dezember jährlich als Weltbodentag begangen und 2015 zum Internationalen Jahr dieser wertvollen Ressource erklärt werden soll.
Bulgarien wird sich aktiv am Themenjahr durch verschiedene Initiativen beteiligen, die vom Institut für Bodenkunde, Agrotechnologien und Pflanzenschutz "Nikola Poushkarov" als nationalem Leiter in den Bereichen Bodenkunde und Agroökologie vorbereitet werden. Im Mai, vom 11. bis 15., wird in Sofia eine internationale Konferenz zum Thema "Boden und Agrotechnologien in einer sich verändernden Welt" stattfinden.
In Zusammenarbeit mit der Bulgarischen Bodenkundlichen Gesellschaft werden folgende Themen diskutiert:
- Neue Erkenntnisse über Böden. Entstehung, Diagnose und Klassifizierung;
- Landnutzung und Agrotechnologien für eine nachhaltige Umwelt;
- Nachhaltiges Management von Boden- und Wasserressourcen;
- Boden- und Pflanzengesundheit unter dem Klimawandel;
- Zeitgenössische Politiken für Böden und Gewässer.
