Schädlingsbekämpfungssystem für Gemüsekulturen im Gewächshaus und im Freiland
Author(s): Растителна защита
Date: 07.04.2021
1986
Tomaten
Schädling – Kraut- und Braunfäule Phytophthora infestans
Schadbild
Die Krankheit beginnt an den untersten, die Bodenoberfläche berührenden Blättern mit wasserdurchtränkten Flecken, die sich an der Blattspitze entlang der Blattadern konzentrieren.
Bekämpfung
Ein wichtiger Teil der Krankheitsbekämpfung ist die rechtzeitige und genaue Diagnose. Vor dem Auftreten von Symptomen sollten vorbeugende Spritzungen mit Kontakt-Pflanzenschutzmitteln durchgeführt werden.
Schädling – Dürrfleckenkrankheit (Alternaria) Alternaria solani
Schadbild
Zunächst bilden sich auf den älteren Blättern kleine dunkelbraune Flecken. Allmählich vergrößern sie sich und werden bei hoher Luftfeuchtigkeit von einem dunkelbraunen Schimmelbelag überzogen. Bei starkem Befall verbrennen und vertrocknen die Blätter.
Bekämpfung
In Gewächshäusern ein geeignetes Temperaturregime einhalten, hohe Luftfeuchtigkeit und langanhaltende Taubildung auf den Pflanzen vermeiden. Bei festgestelltem Befall mehrere Behandlungen im Abstand von 7–10 Tagen mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln durchführen.
Schädling – Grauschimmel Botrytis cinerea
Schadbild
Der Befall auf den Blättern zeigt sich als hellgrüne oder gelbgrüne Flecken, die unscharf vom gesunden Gewebe abgegrenzt sind. Auf der Blattunterseite sind die Flecken mit einem samtigen grau-weißen Schimmelbelag überzogen.
Bekämpfung
Der Erreger überdauert als Sporen an Pflanzenresten oder an der Gewächshauskonstruktion. Bei Gewächshaustomaten ist es entscheidend, während des Anbaus ein geeignetes Luft- und Wasserregime sicherzustellen.
Schädling – Tomatenminiermotte Tuta absoluta
Schadbild
Betrachtet man ein befallenes Blatt im Durchlicht, ist die zwischen den beiden Epidermisschichten gebildete Mine völlig durchsichtig und die Larve ist darin sichtbar.
Bekämpfung
Aufstellung von Pheromon-, Wasser- und Lichtfallen. Bei Entdeckung der ersten Minen werden die befallenen Blätter entfernt. Bei geringer Populationsdichte können folgende Nützlinge eingesetzt werden: Macrolophus pygmaeus oder Nesidiocoris tenuis.
Schädling – Gewächshausmottenschildlaus Trialeurodes vaporariorum
Schadbild
An den Blättern befallener Pflanzen können gleichzeitig alle Entwicklungsstadien des Schädlings gefunden werden. Die Larven sind zunächst mobil, setzen sich später an einer Stelle fest, häuten sich und verwandeln sich in unbewegliche Nymphen. Bei starkem Befall vergilben die Blätter.
Bekämpfung
Bei geringer Populationsdichte können folgende Nützlinge eingesetzt werden: Encarsia formosa, Eretmocerus eremicus oder Eretmocerus mundus.
Für die chemische Bekämpfung Mittel mit unterschiedlichen Wirkungsweisen verwenden.
Schädling – Minierfliegen Liriomyza sp.
Schadbild
Die Larven verursachen Schäden, indem sie sich vom Blattparenchym ernähren. Die Minen sind gewunden, anfangs weißlich, später bräunlich werdend. Sie sind schmal, lang, überkreuzen oder verschmelzen sehr oft miteinander, und die Exkremente bilden eine schmale Linie im Inneren.
Bekämpfung
Gesundes Pflanzmaterial verwenden und das Eindringen von Fliegen durch Türen und Lüftungsöffnungen verhindern.
Um den Flug und die Populationsdichte der Schädlinge zu überwachen, orangefarbene Klebefallen verwenden.
Schädling – Thripse Thrips tabaci, Franklinella occidentalis
Schadbild
Die Larven verursachen Schäden, indem sie sich vom Blattparenchym ernähren. Die Minen sind gewunden, anfangs weißlich, später bräunlich werdend. Sie sind schmal, lang, überkreuzen oder verschmelzen sehr oft miteinander, und die Exkremente bilden eine schmale Linie im Inneren.
Bekämpfung
Bei geringer Populationsdichte können folgende Nützlinge eingesetzt werden: Macrolophus pygmaeus, räuberische Wanzen der Gattung Orius oder Amblyseius swirskii.
Gurken
Schädling – Falscher Mehltau der Gurke Peronospora cubensis
Schadbild
Auf den Blättern bilden sich unregelmäßig geformte, wasserdurchtränkte, von den Blattadern begrenzte Flecken, die bald gelb werden.
Bekämpfung
Regelmäßige Belüftung in Gewächshäusern durchführen. Bei festgestelltem Befall mit systemischen Fungiziden im Abstand von 7 Tagen behandeln.
Schädling – Echter Mehltau der Gurke Sphaerotheca fuliginea
Schadbild
Der Erreger befällt alle oberirdischen Organe, betrifft aber hauptsächlich die Blätter. Symptome zeigen sich als weißer, mehliger Belag. Die photosynthetisch aktive Fläche wird stark reduziert, was den Ertrag beeinträchtigt.
Bekämpfung
Allgemeine vorbeugende Maßnahmen und Unkrautbekämpfung in und um Gewächshäuser nicht vernachlässigen.
Beim Auftreten der ersten Symptome mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandeln.
Schädling – Gewächshausmottenschildlaus Trialeurodes vaporariorum
Schadbild
Bei starkem Befall vergilben die Blätter. Mottenschildläuse scheiden "Honigtau" aus, auf dem sich Rußtaupilze entwickeln.
Bekämpfung
Aufhängen von gelben Klebefallen.
Bei geringer Populationsdichte können folgende Nützlinge eingesetzt werden: Encarsia formosa, Eretmocerus eremicus oder Eretmocerus mundus.
Schädling – Thripse Thrips tabaci, Franklinella occidentalis
Schadbild
An den Einstichstellen erscheinen kleine silbrig-weiße Flecken. Werden Blüten und junge Fruchtansätze in früheren Phänophasen befallen, fallen sie ab.
Bekämpfung
Aufhängen von blauen Klebefallen.
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