Schädlingsbekämpfungssystem für Gemüsekulturen im Gewächshaus – Jungpflanzenproduktion

Author(s): Растителна защита
Date: 06.04.2021      1102

Jungpflanzenproduktion

SchädlingUmfallkrankheit der Sämlinge  Rhizoctonia solani, Pythium de Baryanum  etc.

Schadbild

An den Stängeln im Bereich der Pflanzenbasis erscheinen wässrige Flecken. Die Flecken umschließen den Stängel rasch ringförmig, er wird weich, fault und die Pflanze fällt um, als wäre sie abgeschnitten.

Bekämpfung

Anzucht der Sämlinge in sterilem Substrat bei optimaler Saatdichte, Einhaltung optimaler Temperatur (18-22°C) und Bodenfeuchtigkeit, regelmäßige Belüftung und Bewässerung nur mit temperiertem Wasser.

Schädling Trockene Umfallkrankheit der Sämlinge

Schadbild

Im Bereich des Wurzelhalses und etwas darüber wird der Stängel dünner und die Pflanze fällt um. Die geschädigte Stelle ist trocken, im Gegensatz zum Schadbild der echten Umfallkrankheit.

Bekämpfung

Die Differenz zwischen Boden- und Lufttemperatur sollte 6-8°C nicht überschreiten. Es sollten häufige Bewässerungen mit geringeren Wassermengen sowie regelmäßige Belüftung der Anzuchtbereiche durchgeführt werden.

Schädling – Dürrfleckenkrankheit (Frühfäule) Alternaria solani

Schadbild

An den untersten Blättern erscheinen kleine wässrige Flecken, die sich rasch vergrößern, die für die Krankheit typische konzentrische Struktur annehmen und bei höherer Luftfeuchtigkeit mit einem dunklen Belag der Pilzsporulation überzogen werden.

Bekämpfung

Der Erreger befällt Pflanzen bei hoher Luftfeuchtigkeit und ist in Bezug auf die Temperatur anspruchslos. Ein gutes Luft- und Wasserregime sollte gewährleistet werden, übermäßige Staunässe ist zu vermeiden. Bei festgestelltem Befall sind zwei bis drei Behandlungen mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln durchzuführen.

SchädlingGrauschimmel Botrytis cinerea

Schadbild

Die Krankheit entwickelt sich rasch in dichten Beständen, bei erhöhter Luftfeuchtigkeit oder auf stark durchnässten Pflanzen. Auf den befallenen Teilen entwickelt sich ein grauer, schimmeliger Belag.

Bekämpfung

Ein gutes Luft- und Wasserregime muss strikt eingehalten werden. Bei Auftreten von Symptomen und günstigen Bedingungen für die Krankheitsentwicklung sollte eine Behandlung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erfolgen.

SchädlingWurzelgallennematoden  Klasse Nematoda

Schadbild

An der Rinde der Pflanzenwurzeln bilden sich Schwellungen und Verformungen, sogenannte Gallen, die die Aufnahme von Wasser und Mineralsalzen behindern. Bei starkem Befall sind verzögerte Pflanzenentwicklung, Vergilben der Blätter und Welke zu beobachten.

Bekämpfung

Auf den für die Jungpflanzen- und Gemüseproduktion vorgesehenen Flächen sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden.

Die für die Jungpflanzenproduktion vorgesehenen Flächen und das Arbeitsgerät sollten mit geeigneten Mitteln desinfiziert werden. Eine systematische Behandlung mit Nematiziden ist nur in den Parzellen für die Jungpflanzenproduktion gerechtfertigt.

SchädlingMaulwurfsgrille Gryllotalpa gryllotalpa   

Schadbild

Sie überwintert als erwachsenes Insekt und Larve im Boden, hauptsächlich an Orten mit verrottender organischer Substanz. Sie ernährt sich von den unterirdischen Pflanzenteilen, nagt das Wurzelsystem an und frisst die jungen Triebe. Die geschädigten Pflanzen vertrocknen.

Bekämpfung

Aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise ist die Bekämpfung dieses Schädlings schwierig. Die Bodenbearbeitung hilft, die Gänge und Nester der Maulwurfsgrille zu zerstören sowie ihre verschiedenen Entwicklungsstadien zu vernichten.

Der Einsatz von zugelassenen Fertigködern ist die bequemste und am leichtesten anwendbare Methode.

SchädlingNacktschnecken Fam. Limacidae, Fam. Ariomidae.

Schadbild

Nacktschnecken sind hochgradig polyphage Schädlinge. Sie bevorzugen pflanzliche Nahrung und schädigen junge Pflanzen in Saatbeeten und bei frühem Gemüse. Sie sind besonders gefährlich, wenn Pflanzen unter Bedingungen hoher Luftfeuchtigkeit angebaut werden.

Beim Fressen und Bewegen auf Pflanzen und Boden hinterlassen Schnecken eine Spur aus silbrig-weißem Schleim, der auf ihre Anwesenheit hinweist.

Bekämpfung

Unkrautvernichtung und regelmäßige Bodenbearbeitung. Auf kleinen Flächen können Haufen aus feuchten Zeitungen ausgelegt und die darin versteckten Schädlinge vernichtet werden. Vergraben von mit Bier getränkter Kleie gefüllten Behältern zwischen den Pflanzen, die jeden Morgen kontrolliert und der Fang vernichtet wird. Bestäuben mit Holzasche. Bestäuben der Wege mit Branntkalk oder Kaliumnitrat. Ausstreuen von Ködern aus Trockenspiritus und Kleie. Einsatz von zugelassenen Molluskiziden.