Pflanzenschutzpflege für Reben und Obstsorten im Herbst
Author(s): Растителна защита
Date: 03.11.2020
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Obstarten
Äpfel und Birnen
An den meisten Tagen im Oktober werden die Bedingungen für die Ernte der Obsternte geeignet sein. In Apfel- und Birnenanlagen, die von Schorf befallen sind, ist es ratsam, zu Beginn des Laubfalls und nach der Ernte der Früchte eine Behandlung mit einer 5%igen Harnstofflösung durchzuführen, um den Infektionsdruck zu verringern. Nach einer gründlichen Kontrolle und Feststellung von Spätinfektionen sowie gegen Krankheiten, die sich während der Lagerung der Erzeugnisse entwickeln, wird eine Behandlung mit Topsin M 70 WDG - 0,1% oder Top Plus 70 WP - 0,1% durchgeführt. Für eine gute Lagerung von Äpfeln und Birnen und zur Verringerung von Fäulnis und Verderb während der Lagerung wird außerdem eine Behandlung nach der Ernte mit Topsin M 70 WG - 0,120% empfohlen. Nach dem Besprühen lässt man die Früchte trocknen und lagert sie dann in Kühlkammern oder tiefen, kühlen Kellerräumen.
Steinobstarten
Für Steinobstarten wird nach dem massiven Laubfall eine Spritzung mit einer 2%igen Bordeauxbrühe gegen die Erreger der Schrotschusskrankheit, der Frühbraunfäule, der Kräuselkrankheit beim Pfirsich usw. empfohlen.
Unter diesen klimatischen Bedingungen ist die Umwelt auch günstig für das Auftreten und die Vermehrung von mehrbrütigen Insekten und Milben. Sie entwickeln ihre letzten Generationen, deren Populationsdichte den Schaden im folgenden Jahr maßgeblich bestimmen wird. Im Laufe des Monats entstehen Bedingungen für die Bildung von starkem Tau, der eine Ursache für Spätfäule-Infektionen bei späten Tomaten und anderen ist.
Weinberge
In dieser Zeit verursacht der Grauschimmelpilz (Botrytis-Traubenfäule) von der Beerenfärbung bis zur Lese erhebliche Schäden am Wein. Daher wird bei feucht-kühlem Wetter eine Behandlung mit Topsin M 70 WDG - 0,2%, Switch 62,5 WG – 100 g/ha, Shavit F 72 WDG – 0,2% (200 g/ha), Quadris 25 SC – 0,075% durchgeführt.
Zu diesem Zeitpunkt fliegen auch die Falter der dritten Generation des Traubenwicklers. Die Larven verursachen Schäden an den reifenden oder bereits reifen Traubenbeeren. Zur Bekämpfung des Schädlings wird der Fungizidlösung ein zugelassenes Pyrethroid beigemischt.
Einjährige Reben werden etwa 3–5 cm über der Veredelungsstelle mit Erde angehäufelt und so auf die Wintersaison vorbereitet.
Gemäß dem Pflanzenschutzgesetz sind Landwirte verpflichtet, nur Pflanzenschutzmittel zu verwenden, die für die jeweilige Kultur und den jeweiligen Schädling zugelassen sind, und dies in der entsprechenden Aufwandmenge.
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