Juni-Ausgabe der Zeitschrift "Pflanzenschutz"

Author(s): Растителна защита
Date: 17.06.2020      7501

Sehen Sie, welche aktuellen Themen in dieser Ausgabe behandelt werden.

Wir haben die Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Pflanzenschutz“ dem Internationalen Jahr der Pflanzengesundheit 2020 gewidmet. Pflanzen sind die Grundlage des Lebens. Ihnen verdanken wir 80 % unserer Nahrung und 98 % des Sauerstoffs, den wir atmen. Der Klimawandel und menschliche Aktivitäten schädigen Ökosysteme und verringern die Biodiversität, während die zunehmende Freizügigkeit von Personen und Waren eine Nische für die weltweite Verbreitung von Schädlingen bietet und erhebliche Schäden an einheimischen Pflanzen und der Umwelt verursacht. Prioritäre Schadorganismen für das Gebiet der Europäischen Union im Jahr 2020 sind der Kiefernholznematode und das Bakterium Xylella fastidiosa, die aufgrund ihres massenhaften Auftretens in europäischen Ländern von der Internationalen Pflanzenschutzkonvention als äußerst gefährlich eingestuft wurden.

Der Schlüssel zur erfolgreichen Reduzierung des Infektionsrisikos und zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Produktion in einer unsicheren abiotischen Umwelt ist der integrierte Pflanzenschutz. Die Art und Weise, wie Kulturpflanzen geschützt werden, hat sich im letzten Jahrhundert drastisch verändert. Während der organisierte Pflanzenschutz anfangs hauptsächlich auf kulturtechnischen und mechanischen Praktiken basierte und nur wenige Mineralien und einige Wirkstoffe als Pestizide einsetzte, trug die Revolution der synthetischen chemischen Produkte in den 1950er–1960er Jahren dazu bei, die Erträge in den Industrieländern um bis zum 2,5-fachen zu steigern. Parallel zu diesem landwirtschaftlichen Boom beobachten wir in den letzten Jahren auch die schädlichen Auswirkungen des übermäßigen Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln (PSM) auf Umwelt und menschliche Gesundheit.

Brauchen wir Veränderung? Wie können wir die geeignete Pflanzenschutzstrategie bestimmen? Wie sieht der Pflanzenschutz der Zukunft aus? Ist es möglich, Kulturpflanzen ohne den Einsatz von PSM anzubauen?

All diese Fragen sind Teil der Strategie, in der Pflanzenschutz als wichtige Komponente der Pflanzengesundheit und Pflanzengesundheit als wichtiges Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft betrachtet werden muss. Die Pyramide des Integrierten Pflanzenschutzes (IPS) muss in einem neuen Licht betrachtet werden. Anstatt die Grundlage der Schädlingsbekämpfung zu sein, müssen PSM das letzte Mittel sein. Dies ist möglich durch den Einsatz moderner Systeme für Prognose, Warnung, Monitoring, Agroökologie und resistente Sorten, sowohl durch klassische Züchtungsmethoden als auch durch neue Techniken wie Gen-Editierung (CRISPR-Cas) oder genetische Transformation. Die Präzisionslandwirtschaft, einschließlich Fernerkundung mit Drohnen und der Kombination digitaler Werkzeuge und Technologien, kann den Einsatz von PSM ebenfalls reduzieren und optimieren. In Zukunft wird sich die Rolle von Chemikalien in der Landwirtschaft ändern, da ihre Wirkung zunehmend umweltverträglicher wird und ihre Aufgabe darin bestehen wird, Schädlinge so zu manipulieren, dass sie keinen ernsthaften wirtschaftlichen Schaden verursachen. Hochtechnologische Biopestizide werden auf Erkenntnissen basieren, die aus dem Verständnis der molekularen Mechanismen der Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen, Schädlingen und Pathogenen gewonnen werden, indem sie die natürlichen antagonistischen Strategien von Bioagenten nachahmen und/oder die Abwehrbarrieren von Schädlingen schwächen.

Viel Spaß beim Lesen!

Hier ist, was wir Ihnen sonst noch in dieser Ausgabe präsentieren werden:

Thema

*** – Pflanzen schützen – Leben schützen

V. Harizanova – Ein Blick auf die Zukunft des Pflanzenschutzes

A. Harizanov – Natürliche Faktoren, die die Massenvermehrung von Insekten und Milben in Agrozönosen begrenzen

V. Harizanova – Integrierte Schädlingsbekämpfung – eine Schlüsselkomponente des Pflanzenschutzes

V. Maneva, D. Atanasova – Status und Probleme der Pflanzengesundheit bei Getreidekulturen unter sich ändernden Klimabedingungen

G. Pasev, V. Radeva-Ivanova – Viren im Gemüsebau – Methoden zur Diagnose und Identifizierung

*** – Ein Käfer rettet Leidende mit Ambrosia-Allergie

Krankheiten

P. Chavdarov – Unterschätzen Sie die Sklerotinia-Fäule bei Gurken nicht

Obstgarten – Birne

A. Zhivondov et al. – Die Birne – eine zu Unrecht vernachlässigte Obstart

D. Aleksandrova – Krankheiten

D. Stefanova – Schädlinge

Ampel

M. Borovinova – Im Obstgarten im Juni

S. Masheva et al. – Im Gemüsegarten im Juni

Kommentar

E. Ivanov – Die bulgarische Landwirtschaft kann die Textilindustrie wiederbeleben

 

Die Zeitschrift Pflanzenschutz & Saatgut und Düngemittel ist nicht an den Informationen in den veröffentlichten Anzeigen und PR-Materialien beteiligt. Die Verantwortung für deren Inhalt liegt ausschließlich bei den Werbetreibenden. Die Autoren der Veröffentlichungen tragen die Verantwortung für die in den verfassten Materialien enthaltenen Informationen.