Pflanzenschutz bei Süß- und Sauerkirschen im Mai
Author(s): проф. Мария Боровинова
Date: 28.05.2020
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Süß- und Sauerkirschen werden in dieser Periode zweimal gegen die Blattfallkrankheit (Weißrost), Monilia-Fruchtfäule und die Kirschfruchtfliege gespritzt. Wirksame Fungizide gegen die Blattfallkrankheit sind: Karomat 2.5 EW – 300 ml/da, Signum WG – 30 g/da, Score 250 EC – 30 ml/da, Syllit 40 SC – 150 ml/da, Syllit 544 SC – 125 ml/da, Delan 700 WG – 0,05% und Flint Max 75 WG – 30 g/da. Unter den aufgeführten Fungiziden sind Karomat 2.5 EW – 300 ml/da und Signum WG – 65-70 g/da auch gegen Monilia-Fruchtfäule wirksam. Bei der ersten Spritzung gegen die Blattfallkrankheit wird bei hoher Befallsdichte mit blattfressenden Raupen, Steinobstblattwespen und Rüsselkäfern Meteor 60-90 ml/da zur Fungizidlösung gegeben. Üblicherweise fällt die Spritzung gegen die Kirschfruchtfliege mit der zweiten Spritzung gegen die Blattfallkrankheit zusammen. Zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege wird der Fungizidlösung eines der für die Bekämpfung dieses Schädlings zugelassenen Insektizide beigemischt: Decis 100 EC – 10-17,5 ml/da, Imidan 50 WG – 150 g/da, Calypso 480 SC – 20 ml/da, Karate Zeon 5 CS – 15 ml/da, Naturalis – 100-200 ml/da.
Nur bei spätreifenden Süßkirschensorten und sehr hoher Befallsdichte der Kirschfruchtfliege ist eine zweite Spritzung gegen sie erforderlich. Diese erfolgt 10-14 Tage nach der ersten. Junge, noch nicht tragende Süß- und Sauerkirschbäume werden gegen Blattläuse gespritzt. Wirksame Insektizide gegen sie sind: Decis 100 EC – 12,25 ml/da, Mospilan 20 SG – 25 g/da, Closer 120 SC – 20 ml/da, Lamadex Extra – 40-60 g/da, Teppeki – 14 g/da.
Bei häufigen Regenschauern während der Fruchtreife und Vorliegen eines starken Befalls mit Monilia-Fruchtfäule sind eine oder zwei Spritzungen gegen den Erreger erforderlich. Wirksame Fungizide sind: Indar 5 EW – 150 ml/da, Karomat 2.5 EW – 300 ml/da, Luna Experience – 50 ml/da, Password 25 WG – 50 g/da, Signum WG – 30 g/da, Chorus 50 WG – 40-50 g/da.
Sehr wichtig ist die Einhaltung der Wartezeit bei der letzten Spritzung gegen Monilia-Fruchtfäule.
Im Mai sind auch Maßnahmen gegen das Platzen der Kirschfrüchte erforderlich, was ebenfalls eine Ursache für einen Befall mit Fäulniserregern ist. Es gibt Daten aus verschiedenen Ländern, in denen Platzen ein Problem darstellt, dass eine Spritzung mit CaCl2 den Prozentsatz geplatzter Früchte reduziert. Üblicherweise werden drei Spritzungen mit 0,5% CaCl2 während der Fruchtreife empfohlen.
Auch Blattdünger mit Kalzium werden empfohlen – Vuxal Calcium – 500-600 ml/da, ausgebracht mit 150 l Spritzbrühe. Drei bis vier Behandlungen werden durchgeführt, die erste etwa 8 Wochen vor der Ernte. Laut dem Hersteller von Vuxal Calcium ist dieser Blattdünger mit den in der Kirschproduktion üblichen Pflanzenschutzmitteln kompatibel.
In einer Reihe europäischer Länder und in den USA wird auch gegen das Platzen gespritzt mit: RainGard – es enthält Fettsäuren, Pflanzenextrakte, Emulgatoren und Wasser. Beim Spritzen bildet es einen Film auf der Fruchthaut, der eine Barriere für das Eindringen von Regenwasser darstellt und so das Platzen verhindert. Vier bis fünf Spritzungen werden empfohlen, die erste beim "Aufhellen" der Früchte oder wenn sie eine strohgelbe Farbe annehmen, die weiteren im Abstand von 7-10 Tagen. Es wurde festgestellt, dass dieses Produkt das Platzen um 50% reduziert;
SureSeal - ein Copolymer aus Stearinsäure, Cellulose und Kalzium, das einen Biofilm auf Kirschfrüchten bildet und sie vor dem Platzen schützt. Eine Doppelspritzung wird empfohlen – 4 und 2 Wochen vor der Ernte.
Für einen effektiven Pflanzenschutz ist es notwendig:
Die Spritzungen entsprechend den Warnungen der Regionalen Direktionen für Lebensmittelsicherheit und den Ratschlägen von Pflanzenschutzagronomen durchzuführen;
Nur zugelassene Pflanzenschutzmittel zu verwenden und Spritzungen nur dann durchzuführen, wenn die Schädlingsdichte die festgelegten wirtschaftlichen Schadensschwellen überschreitet, die für:
Kirschfruchtfliege – 10 Fliegen/Falle liegen.
Im ökologischen Landbau ist die Verwendung synthetischer Pflanzenschutzmittel nicht erlaubt. Zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten werden kupfer- und schwefelhaltige Fungizide eingesetzt. Zur Schädlingsbekämpfung sind folgende Bioinsektizide zugelassen:
Naturalis gegen Weiße Fliege und Spinnmilbe in Erdbeere, Kirschfruchtfliege, Birnenblattsauger, Rote Spinne.
Auch Pheromone (Lockstoffe) sind zugelassen:
Für die Kirschfruchtfliege ist die visuelle Falle Farkon AM zugelassen.
