Erhöhtes infektiöses Hintergrundniveau durch Pilzpathogene bei Gemüse- und Obstkulturen

Author(s): Растителна защита
Date: 18.07.2019      3113

Während des siebentägigen Zeitraums (19. – 25. Juli) wird die Entwicklung der landwirtschaftlichen Kulturen bei überdurchschnittlichen Temperaturen und, in Teilen der südlichen Regionen, mit guten Feuchtigkeitsreserven in den 50 und 100 cm tiefen Bodenschichten beschleunigt voranschreiten. Die Niederschläge in der zweiten Julidekade übertrafen stellenweise in Südbulgarien 30-40 l/m² (Blagoevgrad - 41 l/m², Plovdiv - 34 l/m², Sliven - 56 l/m², Burgas - 40 l/m², Kardzhali - 41 l/m² und Chirpan - 33 l/m²). Diese Niederschläge wirkten sich günstig auf die Sommerkulturen aus, die sich in reproduktiven Wachstumsstadien mit erhöhtem Wasserbedarf befinden.

In diesem Zeitraum wird die Sonnenblume im Kornfüllungsstadium sein. Beim Mais werden unterschiedliche Stadien beobachtet – von der Blüte und dem Rispenschieben bei den späten Hybriden bis zum Milchreifestadium bei den frühen Maishybriden in den Feldgebieten des Landes. In der dritten Julidekade werden die Ackerbohnen im Reifestadium sein, und die Baumwolle wird in den Beginn der Blüte eintreten.

Für die kommende Periode wird in den meisten Landesteilen, mit Ausnahme einiger Orte in den östlichen Regionen, relativ trockenes Wetter vorhergesagt, was geeignete Bedingungen für die Durchführung saisonaler agrotechnischer Maßnahmen bietet, von denen die wichtigste der Abschluss der Weizenernte ist. Derzeit liegen die an den agrometeorologischen Stationen des NIMH erzielten Weizenerträge zwischen 420 kg/daa an den Stationen Dolni Chiflik und Karnobat und 650 kg/daa an der Station Glavinitsa.

Während des Zeitraums sollten Pflanzenschutzbehandlungen in den kühleren Stunden des Tages mit Pflanzenschutzmitteln mit einer entsprechenden Wartezeit, abgestimmt auf die Reifeperiode der Kulturen, durchgeführt werden. Die häufigen Niederschläge in der ersten Julihälfte erhöhten den Infektionshintergrund bestimmter pilzlicher Pathogene: Falscher Mehltau an Gemüsekulturen, Späte Braunfäule an frühen Obstsorten (Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen und Birnen). In der dritten Julidekade sollte bei Obstkulturen die Bekämpfung der zweiten Generation von Obstmotten nicht unterschätzt werden. In Weinbergen können Behandlungen gegen Echten Mehltau (Oidium) mit solchen gegen Milben und die Larven der zweiten Generation des Traubenwicklers kombiniert werden.

 

Quelle: NIMH