Schrotschusskrankheit bei Steinobstarten kann nicht nur durch Bakterien, sondern auch durch Pilze verursacht werden.

Author(s): Растителна защита
Date: 16.11.2018      6529

Die Schrotschusskrankheit bei Steinobstarten kann nicht nur durch das BakteriumPseudomonas syringae p.v. syringae, sondern auch durch den Pilz Stigmina carpophylla (Coryneum beijerinckii) verursacht werden.

Symptome:

Auf den Blättern erscheinen kleine purpurrote Flecken, in deren Zentrum das Gewebe nekrotisch wird und ausfällt. Bei starkem Befall fließen die Flecken zusammen; um sie herum erscheint ein hellgelblicher Hof, wenn der Erreger ein Bakterium ist, oder ein rötlich-violetter Rand, wenn der Erreger ein Pilz ist. Auf den Früchten sind die Flecken dunkel; mit zunehmender Reife werden sie eingesunken und können am Stein haften.

Das Bakterium überdauert in den infizierten Pflanzenteilen, im Falllaub und im Boden. Die Infektion erfolgt über Wunden, Knospen und Blattnarben, über Spaltöffnungen und die Kutikula. Die Sporen werden durch Regen, Wind und Insekten verbreitet. Für die Sporenkeimung sind Wassertropfen erforderlich, daher folgt auf anhaltende Niederschläge eine starke Infektionswelle.

Lebenszyklus

Der pilzliche Erreger überwintert als Myzel in den infizierten Zweigen. Es vermehrt sich während milder Winter und in der Ruheperiode und bildet Konidien, die eine Infektionsquelle darstellen.

Die bakteriellen Erreger überwintern in den infizierten Pflanzenteilen sowie im Falllaub und im Boden.

Eine Infektion mit der Schrotschusskrankheit erfolgt über Wunden, über Spaltöffnungen oder über die Kutikula.

Sporen und Bakterien werden durch Regen, Wind oder Insekten verbreitet.

Bekämpfung:

Im Herbst ist es zwingend erforderlich, die infizierten Teile des Baumes herauszuschneiden, und das Falllaub muss durch Pflügen tief in den Boden eingearbeitet werden. Im Herbst (bei 70–80% Blattfall) und im zeitigen Frühjahr mit 1%iger Bordeauxbrühe spritzen.

Zur Bekämpfung der Krankheit sind folgende Behandlungen notwendig:

  • Erste Spritzung - im phänologischen Stadium "Rosa Knospe";
  • Zweite Spritzung - nach der Blüte;
  • Dritte Spritzung - 7 Tage nach der zweiten.

Zugelassene Fungizide zur Bekämpfung:

Captan 80 WG (gültig bis: 31.07.2021) – 150–180 g/da, Bordo Mix 20 WP – 375–500 g/da, Kocide 2000 WG – 155–285 g/da – für Pfirsich und Nektarine, für Aprikose – 185–280 g/da, und Funguran OH 50 WP – 150–250 g/da, Champion 50 WP/ Champ 50 WP/ Macc 50 WP – 300 g/da, Vitra 50 WP/ Kuprohay 50 WP – 150 g/da; Merpan 80 WG (gültig bis 31.07.2021)