Flughafer - Avena fatua L.
Author(s): Растителна защита
Date: 13.11.2018
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Die Halme sind aufrecht, an den Knoten leicht behaart und 80–120 cm hoch. Aus einer einzelnen Pflanze entwickeln sich 2–7 Nebentriebe. Die Blätter sind lanzettlich, zugespitzt und haben Wimpern entlang ihres Randes. Die Blattscheide der unteren Blätter ist meist behaart und seltener kahl, mit einem Blatthäutchen. Der Blütenstand ist eine lockere Rispe. Die Ährchen sind groß, hängend, mit 3 Blüten und Grannen; die Spelzen sind identisch. Die Frucht ist ein Korn, das von den Blütenspelzen umhüllt ist, von strohgelb bis dunkelbraun gefärbt und mit einer dünnen Längsfurche. Keimlinge: Das erste Blatt ist hellgrün, hat Haare entlang seines Randes und deutlich hervortretende Adern auf der Blattspreite, das Blatthäutchen ist kurz und häutig, und das Keimblatt ist graugrün. Die folgenden Blätter sind fast kahl.
Ein frühjahrskeimendes Unkraut, das in milderen Wintern erfolgreich überwintert. Es vermehrt sich durch Samen, von denen einige im Herbst (September–Oktober) bei einer Temperatur von 15–18 0C keimen und andere nach der Überwinterung (März–April) bei 6–10 0C. Die Samen haben eine Ruhephase von 3–4 Monaten, wobei der Massenbefall aus der Frühjahrskeimung der Samen erfolgt. Es blüht und fruchtet von Juni bis Juli. Die größten Samen befinden sich im unteren Teil der Rispe. Ihre Ruhephase beträgt 2–2,5 Monate, die Keimung ist gleichmäßig, und die daraus entwickelten Pflanzen sind frühreif. Im Boden behalten die Samen ihre Keimfähigkeit über 3 Jahre. Eine einzelne Pflanze produziert 200–300 (bis über 3000) Samen.
Flughafer verunreinigt Winter- und Sommergetreide mit geschlossenem Bestand, schlecht gepflegte Reihenkulturen, Wicken, Flachs, junge Luzerne, Klee, Grasmischungen, Weinberge, Gemüsegärten und Feldränder. Er entwickelt sich auf allen Bodentypen, dominiert aber auf deren leichteren Varianten.
In unserem Land kommt er bis zu 850 m über dem Meeresspiegel vor.
Bis zum Ährenschieben ist es eine gute Futterpflanze.
