'Orange code'
Author(s): Растителна защита
Date: 08.11.2018
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Die Verwandlung von Halloween in einen bulgarischen Feiertag in den letzten Jahren ist nicht der Grund, warum Bulgarien 2016 zum führenden Produzenten von Kürbissen in der Europäischen Union wurde. Auch der Anbau neuer Sorten aus der Familie der Kürbisgewächse erklärt die Rekordernte von 133.000 Tonnen Kürbissen und Zierkürbissen von fast 12.000 Hektar nicht, so die Daten von Eurostat.
So liegen Länder wie Österreich, wo der Kürbiskonsum Teil traditioneller kulinarischer Praktiken ist und die Sortenvielfalt bis zu 400 Arten erreicht, deutlich hinter Bulgarien.
Tatsächlich ist die ungewöhnliche Überproduktion dieser schmackhaften Mischung aus Gemüse und Frucht auf die in der EU verfolgte Subventionspolitik im Agrarsektor zurückzuführen. Im Jahr 2015 begann unser Land mit der Anwendung des Schemas für die sogenannte gekoppelte Unterstützung. Das bedeutete, dass im Obst- und Gemüsesektor Subventionen für bestimmte Produktionsarten erhalten werden konnten, die sogar die Produktionskosten überstiegen. Speziell für Kürbisse deckte die gezahlte Beihilfe 101 % der Produktionskosten, ohne den zusätzlichen Betrag zu berücksichtigen, den die Landwirte aus dem Verkauf der Erzeugnisse erhielten.
Nur 2 Jahre später wurde das Förderregelwerk geändert, und ab 2017 waren die drei Kulturen – Kürbisse, Erbsen und grüne Bohnen – ausgeschlossen.
Kürbisse selbst bestehen zu über 90 % aus Wasser. Sie enthalten einen hohen Anteil an Beta-Carotin und haben ein außerordentlich gutes Natrium-Kalium-Verhältnis. Kürbisse enthalten auch Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphor, die Vitamine B, C, D und E. Ihre Frucht hat zudem einen recht niedrigen Kaloriengehalt – nur 20 Kalorien pro 100 Gramm.
