Agrometeorologische Prognose für Anfang November
Author(s): Растителна защита
Date: 05.11.2018
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In der vergangenen Periode wurden die agrometeorologischen Bedingungen durch warmes Wetter mit überdurchschnittlichen Temperaturen und ohne wirtschaftlich bedeutsame Niederschläge bestimmt. Der limitierende Faktor für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Kulturen war die anhaltende atmosphärische und Boden-Dürre. Der unzureichende Wassergehalt in der oberen Bodenschicht behinderte eine qualitativ hochwertige Bodenbearbeitung und die Aussaat von Weizen und Gerste innerhalb des agrotechnischen Zeitrahmens. Nach Informationen von den Beobachtungsflächen des agrometeorologischen Netzwerks des NIMH ist die phänologische Entwicklung der Herbstkulturen unterschiedlich, abhängig von den verfügbaren Wasserreserven in der Oberbodenschicht. An den Stationen Knezha, Sliven und Ivaylo wurden die Vorbereitungen für die Aussaat getroffen, aber die Aussaat hat noch nicht begonnen. In Karnobat ist die Aussaat abgeschlossen, aber eine Keimung wurde noch nicht verzeichnet. Die am weitesten verbreitete beobachtete Phase ist die Keimung, die in Nikolaevo, Razgrad, Tsarev Brod, Shabla, Yambol, Plovdiv und Haskovo verzeichnet wurde. Der Beginn des Auflaufens wurde in Bazovets gemeldet und Massenauflaufen in D. Chiflik und Silistra. Die am weitesten in ihrer Entwicklung fortgeschrittenen sind die früh gesäten Bestände in Novachene, Pavlikeni und Glavinitsa.
In der nächsten Siebentageperiode wird das Wetter erneut durch Temperaturen über der klimatischen Norm gekennzeichnet sein, und wirtschaftlich bedeutsame Niederschläge sind unwahrscheinlich. Auch in dieser Periode wird der Faktor, der die normale Entwicklung der Herbstkulturen einschränkt, die unzureichende Feuchtigkeit in der Oberbodenschicht sein. Es wird erwartet, dass die gekeimten Bestände in die Auflaufphase eintreten.
Während der Periode sollte in Weizen- und Gerstenbeständen, die sich in der Blattbildung befinden, eine Überwachung auf das Auftreten der Feldmaus durchgeführt werden. Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Schädling müssen beginnen, wenn zwei aktive Kolonien pro Dekar vorhanden sind.
Die Bedingungen werden geeignet sein, um Herbst-Pflanzenschutzspritzungen in Obstanlagen durchzuführen. Für Kernobstarten (Apfel, Birne) wird eine Behandlung mit einer 5%igen Harnstofflösung empfohlen, um Schorfinfektionen einzudämmen. Nach dem Massenblattfall ist bei Steinobstarten eine Spritzung mit einer 2%igen Bordeauxbrühe gegen Bakterienbrand, Kräuselkrankheit, Schrotschusskrankheit und Frühfäule notwendig.
Quelle: NIMH

