Feuerbrand bei Kernobstarten
Author(s): Растителна защита
Date: 31.10.2018
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Dies ist eine bakterielle Krankheit, die alle oberirdischen Teile von Kernobst-Arten befällt – Birne, Apfel, Quitte, Mispel. Befallene Bäume erkennt man an den charakteristischen hakenförmigen, von der Spitze her abwärts gebogenen und vertrockneten jungen Trieben, an Zweigen mit vertrockneten, geschwärzten Blättern und Früchten, die am Baum bleiben und nicht abfallen. Das die Krankheit verursachende Bakterium überwintert in den infizierten Zweigen, daher müssen die befallenen Pflanzenteile 50–70 cm unterhalb der Grenze zwischen krankem und gesundem Gewebe abgeschnitten und außerhalb der Plantage verbrannt werden. Bei festgestelltem Befall ist Folgendes erforderlich:
- Abschneiden der befallenen Teile der Bäume 50–70 cm unterhalb der Grenze zwischen krankem und gesundem Gewebe und deren Verbrennung außerhalb der Plantage;
- Stark befallene Bäume werden gerodet und ebenfalls verbrannt;
- Nach jedem Schnitt müssen die Schneidwerkzeuge mit einer 10%igen Lösung von Bleichmittel oder Formalin desinfiziert werden;
- Nach Abschluss des Schnitts muss eine Behandlung mit einem kupferhaltigen Fungizid durchgeführt werden.
Der Erreger des Feuerbrands ist ein Bakterium. Es überwintert in infizierten Zweigen, dringt durch Wunden und Risse, durch Spaltöffnungen und Blüten in die Pflanze ein und wird durch Insekten, Bienen, Vögel und den Menschen bei Arbeiten – beispielsweise beim Schnitt – verbreitet.
Zur besseren Bekämpfung der Krankheit ist es notwendig, die Pfirsichbäume zu besprühen, wenn 70–80% der Blattmasse abgefallen sind, und dabei Kontakt- oder systemische Fungizide zu verwenden: Dithane M 45 – 0,03%, Dithane DG – 0,3%, Score 250 EC – 0,02%, Thiram 80 WG – 0,3%, Shavit F 72 WDG – 0,2%, Champion 50 WP – 0,3%.
