Kubischer Falscher Mehltau an Gurken (Pseudoperonospora cubensis)

Author(s): Растителна защита
Date: 11.07.2018      6482

Dies ist die wirtschaftlich bedeutendste Krankheit im Gurkenanbau. Auf der Blattoberseite entstehen gelbliche, unregelmäßig geformte Flecken, die durch die Blattadern begrenzt werden. Bei feuchter Witterung sind sie wässrig, und ihre Unterseite ist von einem lockeren grau-violetten Belag bedeckt, der durch die Sporulation des Pilzes gebildet wird. Später vergrößern sich die Flecken, verschmelzen und das gesamte Blatt vertrocknet. Die ersten Flecken erscheinen normalerweise auf den untersten Blättern, doch innerhalb kurzer Zeit kann der größte Teil davon befallen sein. Sie ist von größerer Bedeutung bei Gurken, die in Gewächshäusern mit Polyethylen-Abdeckung angebaut werden, wo die Luftfeuchtigkeit höher ist. Der Pilz überdauert als Oosporen im Boden. Bei langandauerndem, kontinuierlichem Gurkenanbau, insbesondere in Polyethylen-Gewächshäusern, sammelt sich eine große Menge an Inokulum im Boden an. Dann kann sich die Krankheit sehr früh entwickeln und erhebliche Verluste verursachen. Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit begünstigt ihre Massenentwicklung. Ein begünstigender Faktor ist der Morgentau, der sich in unbeheizten Anbauanlagen aufgrund des Unterschieds zwischen Tag- und Nachttemperaturen auf den Pflanzen bildet. Bei Nachtbeheizung, die keine Taubildung zulässt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit Falschem Mehltau vernachlässigbar. Wenn günstige Bedingungen für die Entwicklung des Pilzes vorliegen und die ersten Flecken auftreten, müssen Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) sofort durchgeführt werden. Unzureichende Maßnahmen in einem solchen Moment können fatal sein und die Verluste – erheblich.

Bekämpfung

Entfernung von Pflanzenresten aus der vorherigen Vegetationsperiode; Anbau resistenter Sorten. Regelmäßige Belüftung der Gewächshäuser. Ausgewogene Pflanzenernährung. Einhaltung eines optimalen Temperatur- und Feuchtigkeitsregimes. Taubildung auf den Blättern darf nicht zugelassen werden. Vorbeugende Behandlungen mit PSM.

Bei Vorliegen kritischer Perioden, Behandlung mit zugelassenen PSM: Bordeauxbrühe 20 WP 375–500 g/ha; Verita WG 0,15%; Galben 8M 65 0,25%; Dithane DG 200 g/ha; Dithane M‑45 200 g/ha; Equation Pro 0,04%; Infinito SC 120–160 ml/ha; Curzate M DF 0,3%; Curzate R DF 0,25%; Melody Compact 49 WG 150–185 g/ha; Polyram DF 180–200 g/ha; Ridomil Gold MZ 68 WG 0,25%; Ridomil Gold 500 g/ha; Sancozeb 80 WP 200 g/ha; Champion WP 0,15%.