Pflanzenschutzmaßnahmen werden im Juni im Obstgarten fortgesetzt

Author(s): проф. д.с.н Иванка Лечева; проф. Мария Боровинова
Date: 07.06.2018      3311

Die durchschnittliche Monatstemperatur im Juni liegt zwischen 18-22℃ in den Niederungen und 11-16℃ in den Hochlagen. Die Niederschlagsmenge in diesem Monat bewegt sich zwischen 60 und 90 Litern pro Quadratmeter.

Im Juni reifen massenhaft Kirschen, Sauerkirschen und Erdbeeren, sowie frühe Sorten von Himbeeren, Aprikosen, Pfirsichen, Birnen und Äpfeln. Die Pflege zum Schutz der Obsternte und der Bäume wird fortgesetzt.

Im Juni wird die Spritzung von Apfelbäumen gegen Schorf und Mehltau, den Apfelwickler, die San-Jose-Schildlaus und Blattläuse fortgesetzt. Bei Birnenbäumen müssen die Behandlungen gegen Schorf, Weiße und Braune Blattflecken sowie gegen die Gemeine Birnenblattsauger weitergeführt werden.

Bei Quitten ist eine Spritzung gegen die Monilia-Fruchtfäule und den Obstmadenwickler notwendig.

Im Juni wird die Pflege zum Schutz von Birne, Quitte und Apfel vor Feuerbrand fortgesetzt. Um den Schaden zu begrenzen, wird ein Sanitätsschnitt durchgeführt, um infizierte Äste und Triebe zu entfernen (30-40 Zentimeter unterhalb der Infektionsstelle schneiden), woraufhin die Wunden mit ölhaltiger Farbe, der kupferhaltige Mittel zugesetzt werden – Bordeauxbrühe 20 WP, Bordeaux-Mischung, Funguran OH 50 WP, Champion WP – bestrichen werden. Die Schnittwerkzeuge werden nach jedem Schnitt mit Spiritus oder in einer mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnten Bleichlauge desinfiziert. Zusätzlich zum Schnitt wird zum Schutz der Bäume vor Infektionen auch gespritzt mit: Bordeauxbrühe – 1%, Funguran OH 50 WP – 0,15%, Champion WP – 0,15%. Unter günstigen Bedingungen für die Entwicklung der Krankheit, bei anfälligen Sorten, kühlem und feuchtem Wetter sowie bei Vorhandensein einer Infektion, die im Mai nicht eingedämmt wurde, werden vorbeugende Spritzungen im Abstand von 5-7 Tagen durchgeführt.

Mittel- und spätreifende Kirsch- und Sauerkirschsorten müssen Anfang Juni vor der Weißfleckenkrankheit (Cylindrosporiose), der Monilia-Fruchtfäule und der Kirschfruchtfliege geschützt werden.

Bei Pfirsich wird die Spritzung gegen Mehltau, Schrotschusskrankheit, Monilia-Fruchtfäule, Anarsia, den Pfirsichwickler und Blattläuse fortgesetzt.

Gegen Mehltau wird eines der folgenden Fungizide verwendet:

Bei Himbeere wird Anfang Juni eine Spritzung gegen die Rutenkrankheit (Didymella), Anthraknose, die Stängelfäule (Leptosphaeriosis), Grauschimmel, den Himbeerkäfer (Agrilus), die Himbeergallmücke und den Himbeerkäfer durchgeführt.

Damit Spritzungen gegen Krankheiten und Schädlinge im Obstbau wirksam sind, müssen sie termingerecht und qualitativ hochwertig durchgeführt werden. Ebenso wichtig ist es, den Bedarf für eine bestimmte Behandlung zu ermitteln, was mit einer spezifischen Überwachung zur Bestimmung der Schädlingspopulationsdichte zusammenhängt und, wenn die wirtschaftlichen Schadenschwellen überschritten werden, Spritzungen durchzuführen.

 

Informationen zu zugelassenen Fungiziden und Insektiziden finden Sie in Ausgabe 5/2018 der Zeitschrift „Pflanzenschutz“.