Massiv ist der Befall von Krankheiten und Schädlingen nach der Blüte von Obstbäumen.

Author(s): проф. д.с.н Иванка Лечева; проф. Мария Боровинова
Date: 17.05.2018      4300

Im Obstgarten im Mai

Die durchschnittliche Monatstemperatur im Mai liegt in den meisten Regionen des Landes im Bereich von 15 bis 18 ℃. In bestimmten Jahren erreichen die Tagestemperaturen sehr oft bis zu 30℃. Im Mai nimmt die Niederschlagsmenge zu. Sie ist kurz, aber intensiv.

Meteorologen prognostizieren, dass die durchschnittliche Lufttemperatur in diesem Jahr im Mai bei etwa 17℃ liegen wird, wobei die niedrigsten Werte in den Morgenstunden voraussichtlich bei 4-7℃ und die höchsten während der Tagesstunden bei etwa 20 bis 25℃ liegen werden. Die Niederschläge im Monat werden die durchschnittliche Norm nicht überschreiten und liegen in diesem Jahr bei etwa 70 l/qm, im östlichen Teil des Landes wird voraussichtlich bis zu 100 l/qm erreicht.

Im Mai befinden sich die Obstbäume in der Phänophase des intensiven Wachstums.

Behandlungen nach der Blüte sind obligatorisch für:

- Apfel – gegen Schorf, Mehltau, Apfelwickler, San-José-Schildlaus, Blattminierer, Milben und Blattläuse

- Birne – gegen Schorf, Blattfleckenkrankheiten, Birnenblattsauger, Apfelwickler und den Östlichen Fruchtwickler

- Süßkirsche und Sauerkirsche – gegen die Sprühfleckenkrankheit (Cylindrosporiose), Rotfleckenkrankheit, Rost, Monilia-Fruchtfäule, Pflaumenwickler und die Pflaumenschildlaus

- Pfirsich – gegen Mehltau, Schrotschusskrankheit, Monilia-Fruchtfäule, Anarsia, den Östlichen Fruchtwickler und Blattläuse

- Aprikose – gegen Monilia-Fruchtfäule, Gnomonia, Anarsia und den Östlichen Fruchtwickler

Für einen effektiven Pflanzenschutz ist es notwendig:

  • Die Spritzungen gemäß den Warnungen der Regionalen Direktionen für Lebensmittelsicherheit und den Ratschlägen von Pflanzenschutzagronomen durchzuführen.
  • Nur zugelassene Pflanzenschutzmittel zu verwenden und Spritzungen nur dann durchzuführen, wenn die Schädlingsdichte die festgelegten wirtschaftlichen Schadenschwellen überschreitet. Diese sind wie folgt:

Apfelwickler – 0,8 – 1% frischer Befall;

Östlicher Fruchtwickler – 1,5% geschädigte Früchte;

Pflaumenwickler – 1 – 1,5% frischer Befall;

Anarsia – 3% geschädigte Triebe;

Kirschfruchtfliege – 10 Fliegen/Falle;

Blattläuse – 10 – 15% befallene Triebe;

Pflaumenschildlaus – 5-7 Individuen pro Blatt;

Blattminierer – 1-2 frische Minen pro Blatt;

Obstbaum-Milben – 3-4 Individuen pro Blatt;

Birnenblattsauger – 4-6% Triebe mit Kolonien;

Rüsselkäfer (Blütenstecher und Triebstecher) an Erdbeeren – 15% befallene Pflanzen.

 

Im ökologischen Landbau ist der Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel nicht erlaubt. Zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten werden kupfer- und schwefelhaltige Fungizide eingesetzt. Zur Bekämpfung von Apfelwickler und Östlichem Fruchtwickler sind Madex Top und Madex Twin zugelassen – 10 ml/da, sowie Dispenser – RAK 3+4 für Apfelwickler und RAK 5+6 und FEROCON AM für den Östlichen Fruchtwickler. Naturalis OD ist in der Liste zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege und des Birnenblattsaugers enthalten.

Die Kirschfruchtfliege kann auch mit gelben Klebefallen bekämpft werden, wobei pro Baum 4 Fallen aufgehängt werden.

Gegen beißende Schädlinge an Obstbäumen wird Dipel 2X eingesetzt – 0,1%. Zur Bekämpfung der Apfelblattmotte ist Neem Azal T/S ein wirksames Bioinsektizid – 300 ml/da.

Sineis 480SC – ist zugelassen für: Erdbeere gegen Thripse, Aprikose, Pfirsich und Nektarine gegen den Pfirsichtriebwickler, Birne gegen Birnenblattsauger und Apfel gegen Apfelwickler und Apfelblattmotte.

 

Detaillierte Informationen zu den zugelassenen Pflanzenschutzmitteln gegen die Schädlinge und deren Aufwandmengen finden Sie in Ausgabe 4/2018 der Zeitschrift „Pflanzenschutz“.