Gelbrost bei Weizen
Author(s): проф. д-р Иван Киряков, Добруджански земеделски институт в гр. Ген. Тошево; гл.ас. д-р Йорданка Станоева, Добруджански земеделски институт в гр. Ген. Тошево
Date: 10.04.2018
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Bis 2014 hatte Gelbrost in unserem Land sporadischen Charakter, wobei seine Entwicklung üblicherweise entlang der Schwarzmeerküste beobachtet wurde. Der Grund hierfür ist sein spätes Auftreten während der Vegetation, das mit steigenden Temperaturen zusammenfällt, was seine Entwicklung folglich stoppte. In den letzten Jahren haben die klimatischen Bedingungen leider sein frühes Erscheinen begünstigt und damit das Risiko einer epiphytotischen Entwicklung der Krankheit erhöht.
Die ersten Symptome von Gelbrost auf den Blättern sind schmale, lange, gelbliche Streifen zwischen den Blattadern. Sehr bald erscheinen darauf kleine gelbe Sori (Pusteln), die wie Maschinenstiche in Reihen angeordnet sind. Uredinien werden unter der Epidermis gebildet und bleiben im Vergleich zu anderen Rostarten auf Weizen länger von dieser bedeckt. Je nach Resistenzgrad der Sorten und den klimatischen Bedingungen werden unterschiedliche Grade von Chlorose oder Nekrose beobachtet.
Bekämpfung
Organisatorische, managementbezogene und agrotechnische Maßnahmen, die die Entwicklung und Ausbreitung von Gelbrost einschränken, umfassen:
- Verwendung resistenter Sorten. Die Resistenz von Sorten gegen Gelbrost ist relativ und steht im Zusammenhang mit den rassenspezifischen Genen in den jeweiligen Sorten sowie der rassischen (Virulenz-)Vielfalt in der Pathogenpopulation. Unter den vom Landwirtschaftsinstitut Dobrudscha gezüchteten Sorten weist die Sorte Dragana eine gute Resistenz auf;
- Ausgewogene Düngung. Einseitige Düngung mit hohen Stickstoffdüngergaben schafft Bedingungen für eine Bestandsverdichtung und damit ein längeres Halten der Feuchtigkeit;
- Einhaltung der empfohlenen Aussaatstärke für die jeweilige Sorte.
Chemische Bekämpfungsmaßnahmen
Die kritischen Wachstumsstadien für die Entwicklung von Gelbrost sind vom ersten–zweiten Knoten (GS31-32) bis zur Blüte (GS60) des Weizens, beim Auftreten der ersten Symptome. Das Hauptziel einer vorbeugenden Behandlung bei Weizen besteht darin, das Fahnenblatt und das vorletzte Blatt der Pflanze zu schützen sowie die Möglichkeit einer Infektion der Ährchen zu verhindern. Die meisten für die Anwendung zugelassenen Fungizide gehören zu den Triazol- und Strobiluringruppen, die im Hinblick auf die Entwicklung von Resistenzen in der Pilzpopulation bei längerer Anwendung riskant sind.
Im Sonderheft „Gefährliche Pathogene in landwirtschaftlichen Kulturen“ der Ausgabe 3 der Zeitschrift „Pflanzenschutz“ können Sie detaillierte Informationen über Gelbrost bei Weizen und seine chemische Bekämpfung nachlesen.
