Frühe Blattbräune und gelbe Blattflecken auf Weizen
Author(s): проф. д-р Иван Киряков, Добруджански земеделски институт в гр. Ген. Тошево; гл.ас. д-р Йорданка Станоева, Добруджански земеделски институт в гр. Ген. Тошево
Date: 06.03.2018
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Frühe Blattdürre bei Weizen
Die Frühe Blattdürre bei Weizen (ELB), auch bekannt als Frühjahrs-Blattdürre oder Septoria-Blattdürre (Septoria leaf blotch), ist eine bedeutende Krankheit in einer Reihe von Regionen der Welt mit kühlen und feuchten Bedingungen in der Zeit vom Auflaufen bis zur Blüte. Die Krankheit wird sowohl bei Weichweizen als auch bei Durumweizen beobachtet. Bei epiphytotischer Entwicklung der Krankheit können Ertragsverluste bis zu 50 % erreichen. In den letzten Jahren zählte ELB in Bulgarien, neben Gelbrost, Braunrost und Mehltau, zu den führenden Krankheiten in Bezug auf Schadwirkung. Die Gründe hierfür sind die für ihre Entwicklung günstigen Bedingungen, die Anfälligkeit der Sorten, Störungen in der Fruchtfolge und Anbautechnologie sowie nicht rechtzeitige Fungizidbehandlungen.
Ein nasser und relativ warmer Herbst, gefolgt von einem milden und fast schneelosen Winter sowie einem kühlen und feuchten Frühling, begünstigen die Entwicklung der Krankheit. Solche Bedingungen wurden im Erntejahr 2015/2016 beobachtet, was zu einer epiphytotischen Entwicklung von ELB in vielen Regionen des Landes führte. Die Einbeziehung von Weizen in eine Zweifelderwirtschaft sowie unzureichendes Unterpflügen von Pflanzenresten nach deren Zerkleinerung, schafft Bedingungen für die Anreicherung und Erhaltung des Inokulums und erhöht damit das Risiko einer Krankheitsentwicklung unter für ihren Fortschritt günstigen Bedingungen.
Gelbe Blattfleckenkrankheit
Die Gelbe Blattfleckenkrankheit (YLS), auch bekannt als DTR-Blattfleckenkrankheit (Tan spot), ist eine Krankheit, deren Verbreitung und Entwicklung mit der Störung der Fruchtfolge und der Anwendung der Minimalbodenbearbeitung verbunden sind. Die Krankheit tritt bei Weich- und Durumweizen, Gerste, Triticale und Roggen auf. Unter für ihre Entwicklung günstigen Bedingungen kann die Ertragsminderung bei Weizen zwischen 20 und 70 % betragen.
Die Krankheitsbekämpfung muss den Grundsätzen der Guten Pflanzenschutzpraxis entsprechen, d.h. der Kombination chemischer Methoden mit agronomischen und organisatorisch-wirtschaftlichen Maßnahmen und Ansätzen.
- Einhaltung einer 3–4-jährigen Fruchtfolge mit Kulturen, die nicht von den Erregern befallen werden.
- Tiefes Unterpflügen von Pflanzenresten innerhalb der kürzest möglichen Zeit nach der Ernte.
- Verwendung resistenter Sorten. Leider weisen die meisten Weizensorten der lokalen Züchtung eine geringe Resistenz gegen den Erreger auf.
- Einhaltung der empfohlenen Aussaatstärke für die Sorte. Eine höhere Pflanzendichte führt zu einer längeren Feuchtigkeitshaltung im Bestand, was günstige Bedingungen für die Entwicklung der Erreger schafft.
- Ausgewogene Düngung.

