Invasion der Feldmaus bedroht die Ernte

Author(s): ДЗИ в гр. Ген. Тошево
Date: 18.02.2018      4544

Die Feldmaus (Microtus arvalis Pallas) lebt in Erdhöhlen mit einem Durchmesser von 3–5 cm. Im Sommer bevorzugt sie tiefere und feuchtere Gebiete, im Winter hingegen trockenere und gut drainierte. Sie lebt in Kolonien und baut ihre Nester in einer Tiefe von etwa 30 cm. Ein einzelnes Weibchen bewohnt ein Gebiet von 90–100 m². Es wirft 4–6 Mal im Jahr 4–7 Junge. Die Trächtigkeit dauert 20–21 Tage. Die nächste Befruchtung kann am Tag der Geburt erfolgen. Die Jungen erreichen die Geschlechtsreife 45 Tage nach der Geburt. Die Fortpflanzung beginnt im Februar–März und erreicht ihren Höhepunkt im Juni.

Der warme und fast schneelose Winter hat günstige Bedingungen für die Entwicklung der Feldmaus in unserem Land geschaffen. Erhebungen in Weizenkulturen in der Dobrudscha Anfang Februar zeigen, dass in einigen Gebieten, insbesondere entlang der Schwarzmeerküste, der Schädlingsbestand 5–6 aktive Kolonien pro Dekar erreicht. Dies sind hauptsächlich Gebiete in der Nähe von Luzernenbeständen.

Die derzeitigen klimatischen Bedingungen erfordern eine gründliche Kontrolle der Kulturen auf das Vorhandensein aktiver Kolonien. Die Gebiete werden durch Routinekontrollen inspiziert, wobei gleichzeitig die Eingänge der Kolonien mit Erde bedeckt werden. Einige Tage später erfolgt eine zweite Kontrolle, um die Aktivität der Kolonien festzustellen.

Die Auslegung von Ködern wird empfohlen, wenn 1 aktive Kolonie pro Dekar vorhanden ist. Die Köder werden in die Eingänge gelegt, die anschließend mit Erde bedeckt werden müssen. Zur Bekämpfung ist es ratsam, fertige Köder – Phostoxin/50%/Pellets – zu verwenden. Bei deren Auslegung ist die Einhaltung der Anforderungen für den Umgang mit hochgiftigen Stoffen zwingend erforderlich.