Schrotschusskrankheit bei Steinobstarten

Author(s): Растителна защита
Date: 10.02.2018      16378

Kausale Erreger:  Xanthomonas campestris - Bakterium, Bacillus pumilus - Bakterium

Wirte: Pfirsich, Aprikose, Süßkirsche, Sauerkirsche, Mandel

Symptome

Die Symptome der Schrotschusskrankheit zeigen sich an Blättern, Trieben und Früchten als kleine rötliche Flecken, die allmählich zu einer unregelmäßigen Form zusammenfließen.

Das Gewebe in der Mitte des Blattes wird nekrotisch und fällt heraus.

An Aprikosenfrüchten bilden sich um den Stielansatz kleine rötliche Schorfe, während an Süß- und Sauerkirschen dunkle Flecken entstehen, die allmählich einsinken und am Stein haften.

Bei Pfirsich und Mandel tritt an der Schadstelle Gummifluss auf. Der Krankheitserreger überwintert als Myzel in den infizierten Zweigen. 

Lebenszyklus

Der kausale Pilzerreger überwintert als Myzel in den infizierten Zweigen. Er vermehrt sich während milder Winter und in der  Ruheperiode und bildet Konidien, die eine Infektionsquelle darstellen.

Die kausalen Bakterien überwintern in den befallenen Pflanzenteilen, sowie in den abgefallenen Blättern und im Boden.

Eine Infektion mit der Schrotschusskrankheit erfolgt über Wunden, Spaltöffnungen oder die Kutikula.

Sporen und Bakterien werden durch Regen, Wind oder Insekten verbreitet.

Bekämpfung:

Zur Bekämpfung der Krankheit sind folgende Maßnahmen durchzuführen:

  • Erste Spritzung - im phänologischen Stadium „Knospenschwellen“;
  • Zweite Spritzung - nach der Blüte;
  • Dritte Spritzung - 7 Tage nach der zweiten.

Registrierte Fungizide zur Bekämpfung: 

Captan 80 WG (gültig bis: 31.07.2021) – 150-180 g/da, Bordo Mix 20 WP – 375-500 g/da, Kocide 2000 WG – 155-285 g/da – für Pfirsich und Nektarine, für Aprikose – 185-280 g/da,  und Funguran OH 50 WP – 150-250 g/da, Champion 50 WP/ Champ 50 WP/ Macc 50 WP – 300 g/da, Vitra 50 WP/ Cuprohigh 50 WP – 150 g/da; Merpan 80 WG (gültig bis 31.07.2021)