Im Obstgarten im Winter
Author(s): Растителна защита
Date: 17.01.2018
6276
Der Februar ist geprägt von frühlingshaften Warmphasen, aber auch von Kälteeinbrüchen, die, wenn auch selten, Temperaturen wie in den Wintermonaten mit sich bringen. Die monatliche Schwankungsbreite der Temperaturen ist relativ groß.
Obstbäume und -sträucher haben bereits die erforderliche Kältemenge /Summe der Minustemperaturen/ erhalten und gehen daher von der Phase der tiefen Ruhe in die Phase der erzwungenen Ruhe über. Das bedeutet, dass ihre Lebensfunktionen sich intensivieren. Mit jeder längeren Warmphase im Monat kann ihre Abhärtung abnehmen und nachfolgende scharfe Kälteeinbrüche können sie potenziell schädigen. Haselnuss, Kornelkirsche und Aprikose reagieren am schnellsten auf die Februar-Erwärmungen, gefolgt von Pfirsich, Kirschpflaume und Süßkirsche. Auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten sind erheblich. Überwachen Sie daher regelmäßig den Zustand der Obstbäume in Ihrem Garten. Wenn Sie Frostschäden feststellen, die nur einen Teil der Fruchtknospen betreffen, sollte der Ertragsschnitt schwächer als normal ausfallen. So bleiben mehr gesunde Knospen in der Krone und der Ertrag wird nicht beeinträchtigt. Dies ist besonders wichtig für Pfirsich und Aprikose. Wenn 100 % der Fruchtknospen geschädigt sind, wird ein starkes Einkürzen des Fruchtholzes empfohlen, damit sich die Krone in der Vegetationsperiode besser erholen und die Spuren der Frostschäden vollständig beseitigt werden können.
In diesem Monat wird der Baumschnitt fortgesetzt, um infizierte Äste und Zweige zu entfernen, die von Mehltau bei Apfel, Pfirsich und Schwarzer Johannisbeere, von der Kräuselkrankheit beim Pfirsich und von der Blütenfäule (Frühform der Monilia-Fruchtfäule) bei Steinobst – Aprikose, Süßkirsche, Sauerkirsche, Pflaume – befallen sind. Entfernen Sie verkümmerte und abgestorbene Bäume mit Wurzeln, um die Populationsdichte der Borkenkäfer zu verringern. Sammeln und verbrennen Sie alle geschnittenen Äste und Zweige, die gesammelten Fruchtmumien und abgekratzten Eiringe, Eier und Raupennester sowie die verbliebenen herabgefallenen Blätter.
In Ausgabe 1/2018 der Zeitschrift „Pflanzenschutz“ können Sie weitere Informationen lesen.
