Pflanzenschutzpflege im Juli für Obstkulturen

Author(s): гл.експерт Татяна Величкова, Дирекция "Оценка на риска по хранителната верига", ЦОРХВ
Date: 06.07.2017      4134

Das relativ trockene Wetter im Juli ermöglicht es den Früchten einiger Obstarten und Rebsorten, in kurzer Zeit zu reifen, erfordert aber auch, dass Pflanzenschutzbehandlungen in den kühleren Stunden des Tages durchgeführt werden. Neben der Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln ist es zur Reduzierung der Schädlingspopulationsdichte im Obstgarten von großer Bedeutung, dass abgefallene Früchte aufgesammelt und aus dem Obstgarten entfernt werden.

Kernobstarten

Wichtige Schaderreger für den Zeitraum

Apfel- und Birnenschorf Venturia inaequalis; Venturia pirina

Apfelmehltau  Podosphaera leucotricha

Weißes amerikanisches Spinnennetz Hyphantria cunea

Apfelwickler Laspeyresia pomonella = Cydia pomonella

Rundminierer Cemiostoma scitella = Leucoptera malifoliella

San-Jose-Schildlaus Quadraspidiotus perniciosus

Blattläuse fam. Aphididae

Rote Spinne / Obstbaumspinnmilbe Panonychus ulmi

 

Apfel- und Birnenschorf

An ausgewachsenen Früchten sind die Flecken unregelmäßig rund, haben in der Mitte einen dunklen Belag und es bildet sich ein grauer Hof um sie herum. Die Flecken sind oft mit dunklen und hellen Zonen gesprenkelt. Später verschwindet der Belag und korkiges Gewebe wird sichtbar. Stark befallene Früchte verformen sich meist, reißen und fallen oft vorzeitig ab. An voll entwickelten Früchten, vor der Reife, bilden sich viele kleine, kaum merkliche Flecken, die sich während der Lagerung zu großen Schorfflecken vergrößern.

Bekämpfungsstrategie:

Abhängig von der Luftfeuchtigkeit und dem Befallsgrad werden die Behandlungen bis zum Ende der Phänophase "Fruchtwachstum" fortgesetzt.

Zugelassene Pflanzenschutzmittel:

Apfel:

anthracol 70 WG - 0,2%; delan 700 WDG 0,035% + 0,02% discus DF; delan 700 WDG – 0,05%; ditan DG - 200 g/da; ditan M-45 - 200 g/da; difcor 250 SC - 15 ml/da; difo 25 EC / shardif 25 EC / difenzon 25 EC - 20 ml/da; captan 80 WG - 150-180 g/da; luna experience - 20-75 ml/da; manfil 75 WG - 320 g/da; merpan 80 WDG - 0,1% + ardent 50 SC - 0,015%; polyram DF - 0,2%; sankozeb 80 WP - 200 g/da; sylit 40 SC - 160 ml/da; scab 80 WG - 188 g/da; score 250 EC - 0,02%; strobe DF / discus DF - 0,02%; strobe DF + delan 700 WDG - 0,02% + 0,035%; thiovit jet 80 WG - 600 g/da; thiram 80 WG - 0,3%; faban - 120 ml/da; faban - 120 ml/da;  flint max 75 WG - 0,02%; fontelis SC - 75 ml/da; chorus 50 WG - 0,03% (präventiv) 0,05% (kurativ); shavit F 72 WDG – 0,2%.

Birne:

ditan DG - 200 g/da; ditan M-45 - 200 g/da; difcor 250 SC - 15 ml/da; captan 80 WG - 150-180 g/da; luna experience - 20-75 ml/da; manfil 75 WG - 320 g/da; merpan 80 WDG - 0,1% + ardent 50 SC - 0,015%; polyram DF - 200 g/da; sankozeb 80 WP - 200 g/da; scab 80 WG - 188 g/da; thiovit jet 80 WG - 600 g/da; faban - 120 ml/da;

 

Rundminierer

Im Laufe des Monats wird die Entwicklung der zweiten Generation abgeschlossen und der Flug der Falter der dritten Sommergeneration beginnt. Mit jeder folgenden Generation wird die Anzahl der Minen auf den Blättern immer größer. Die Minen sind rund, anfangs punktförmig und weiten sich spiralförmig zu braunen Flecken aus. Sie sind auf beiden Blattseiten deutlich sichtbar, besonders bei Betrachtung im Durchlicht. Bei hoher Populationsdichte vereinigen sich zwei oder mehr Minen zu gemeinsamen Flecken.

Bekämpfungsstrategie:

Die chemische Bekämpfung erfolgt bei einer Schadensschwelle (ETL): 2-3 Eier und Minen pro Blatt.

Zugelassene Pflanzenschutzmittel:

AFICAR 100 EC - 30 ml/da; BI-58 – 0,15%; vaztak nov 100 EC  - 0,015%; deka EC / desha EC / dena EC - 50–70 ml/da; dimilin 25 WP – 0,05%; dukat 25 EC – 30 ml/da; dursban 4 EC – 0,015%; efcimetrin 10 EC / ciper 10 EC - 30 ml/da; calypso 480 SC – 0,02%; karate express WG / ninja / forza – 60-100 g/da; mospilan 20 SG – 20 g/da; nexcid 015 CS – 0,04%; sumi alpha 5 EC / sumicidin 5 EC – 0,02%; supersect mega / supersect extra – 0,03%; ciklon 10 EC  - 30 ml/da; ciperfor 100 EC - 30 ml/da; sherpa 100 EC - 30 ml/da.

 

Steinobstarten

Wichtige Schaderreger für den Zeitraum

Pfirsichmehltau Sphaerotheca pannosa

Späte Monilia-Fruchtfäule Monilinia fructigena

Schrotschusskrankheit (Cylindrosporiose) an Süß- und Sauerkirsche Blumeriella jappii

Pflaumenrost Tranzschelia pruni

Pflaumenwickler Laspeyresia funebrana = Grapholita (Aspila) funebrana

Orientalischer Fruchtwickler Grapholitha molesta

Pfirsich-Palpenmotte / Pfirsichzweigbohrer Anarsia lineatella

Kirschblattwespe Caliroa cerasi (lymacina)

 

Pflaumenrost

Auf der Blattoberseite sind zahlreiche kleine, eckige, gelbe oder rötliche Flecken zu beobachten. Auf der Blattunterseite sind die Flecken mit pudrigen Sporenhäufchen bedeckt. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab. Bei stark befallenen Bäumen reifen die Früchte vorzeitig, bleiben klein und mit reduziertem Zuckergehalt, und die Bäume selbst sind sehr anfällig für Frostschäden.

Bekämpfungsstrategie:

Die Behandlung erfolgt beim Auftreten der ersten Flecken auf den Blättern. Bei starkem Befall werden ein oder zwei zusätzliche Spritzungen im Abstand von zwanzig Tagen durchgeführt.

Zugelassenes Pflanzenschutzmittel:

SIGNUM - 45 g/da

 

Pflaumenwickler

Im Laufe des Monats setzen sich der Flug, die Eiablage, das Schlüpfen und die schädliche Aktivität der Raupen der zweiten Generation des Schädlings fort.  Die geschlüpfte Raupe bohrt sich unmittelbar neben der Stelle, an der das Ei abgelegt wurde, in die Frucht ein. Um den Stein herum bildet sie im Fruchtfleisch einen mit Exkrementen und Fraßresten gefüllten Gang. Geschädigte Früchte zeigen Anzeichen von vorzeitiger Reife und fallen ab.

Bekämpfungsstrategie:

Die chemische Behandlung erfolgt bei einer Schadensschwelle (ETL) für die zweite Generation: 1,