„Die niedrigen Temperaturen Anfang Mai stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Obstplantagen in der Region Kjustendil dar.“

Author(s): Растителна защита
Date: 02.05.2026      372

Die registrierten Minustemperaturen in der Nacht vom 1. Mai (Freitag) auf den 2. Mai (Samstag) haben Schäden an den Obstplantagen in der Region Kjustendil verursacht, berichtet „Der Puls von Kjustendil". Nach vorläufigen Daten ist ein erheblicher Teil der Kirschplantagen betroffen, wobei die niedrigsten gemessenen Werte in Gebieten wie Tavalichevo und Konyavo -3,5°C erreichten.

Kirschen

Nach Informationen des Instituts für Landwirtschaft - Kjustendil können die Schäden noch nicht abschließend bewertet werden, das Risiko schwerer Verluste ist jedoch hoch. Die erwarteten erneuten Kälteeinbrüche zu Beginn der nächsten Woche erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Ernte weiter.

„Aufgrund von Klimaanomalien hat ein großer Teil der Kirschplantagen gelitten. Es ist notwendig, ein oder zwei Tage abzuwarten, um die Schäden zusammenzufassen", betonte Assoc. Prof. Dr. Dimitar Sotirov. Seiner Meinung nach könnten die in den kommenden Tagen erwarteten Fröste die Situation weiter verschärfen und sich für die bereits blühenden Obstbäume als fatal erweisen. Die Kirsche gehört zu den empfindlichsten Kulturen gegenüber späten Frühlingskälteeinbrüchen.

Schaden

In der Nacht vor Samstag wurden in den kirschbauenden Gebieten wie Tavalichevo und Konyavo Temperaturen bis zu -3,5°C gemessen, während die Situation in höheren Lagen wie Dragovishchitsa derzeit nicht kritisch ist.

„Die Situation erfordert eine schnelle Koordination und konkrete Maßnahmen. Wir werden alle Möglichkeiten zur Unterstützung der betroffenen Landwirte erörtern", erklärte der Bürgermeister von Kjustendil, Ognyan Atanasov, der für den 5. Mai 2026 um 16:00 Uhr im Gebäude des Gemeinderats eine Arbeitssitzung mit Produzenten und Institutionen einberuft. Teilnehmen werden Vertreter der Regionaldirektion für Landwirtschaft, der Bulgarischen Agentur für Lebensmittelsicherheit, des Staatsfonds Landwirtschaft, des Instituts für Landwirtschaft - Kjustendil, sowie Branchenorganisationen und Abgeordnete.

Das Hauptziel ist die Identifizierung konkreter Schritte für weitere Maßnahmen und Aktionen zur Unterstützung der betroffenen Landwirte.

Einreichung von Anträgen auf Schäden durch Frost oder Raureif

Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung erinnert Landwirte, deren Plantagen im Zeitraum 1.-4. Mai 2026 von Frost oder Raureif betroffen sind, dass sie die Möglichkeit haben, eine Inspektion und Bewertung der entstandenen Schäden zu beantragen. Die erforderlichen Unterlagen werden innerhalb von 10 Arbeitstagen (einschließlich) nach Eintritt des Klimaereignisses in den Gemeinde-Landwirtschaftsämtern entsprechend der Lage der Grundstücke entgegengenommen.

Im Hinblick auf die rechtzeitige Durchführung von Feldinspektionen durch Sachverständigenkommissionen wird empfohlen, diese vor Ablauf der Frist einzureichen.