''Vom Keimling bis zum Gipfel: Saatgut ist das Herz des 12. „Bulgarisches Saatgut“-Festivals in Sewliewo''
Author(s): Растителна защита
Date: 26.04.2026
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Am 25. und 26. April wurde der Park „Kazarmite“ in Sewliewo erneut zu einem pulsierenden Zentrum des bulgarischen Geistes, des Handwerks und der Aromen. Die zwölfte Ausgabe des nationalen Festivals „Bulgarischer Samen“, organisiert von der Stiftung „Ot BG“ und der Gemeinde Sewliewo, setzte sich eine klare und tiefgreifende Mission: die wertvollsten Aspekte unserer Vergangenheit zu bewahren, um sie in die Zukunft zu säen.
Obwohl die Veranstaltung stets ein reichhaltiges Musikprogramm und Dutzende Aussteller bietet, lag das wahre Herz des Festivals auf der Bewahrung authentischer bulgarischer Samen und Sorten.
Der Bienenstock: Ein Zuhause für Samen in Menschengröße

Eines der eindrucksvollsten Symbole dieser Ausgabe war die Initiative „Der Bienenstock – Ein Zuhause für Samen“. Es handelt sich um einen speziell konstruierten Raum in Menschengröße, der mit einem einzigen Zweck geschaffen wurde: dem Austausch von Leben.
Im Inneren fanden die Besucher Tütchen mit verschiedenen Samen nachhaltiger bulgarischer Sorten. Die Samen wurden mit Hilfe der Landwirtschaftsakademie, lokaler Gemeindezentren, Freiwilliger und Organisationen gesammelt. Jeder Gast konnte kostenlos Samen für seinen Garten mitnehmen oder welche hinterlassen, um die Kette der Kontinuität fortzusetzen.

Rettung alter Sorten: Die Mission des Netzwerks „PoleRani“
Besondere Aufmerksamkeit auf dem Festival galt dem Nationalen Netzwerk zur Erhaltung von Erbsorten „PoleRani“. Die Organisation vereint bereits über 700 Menschen, wissenschaftliche Institute und kommunale Saatgutbibliotheken, die unermüdlich daran arbeiten, alte Sorten zurück in die bulgarischen Gärten zu bringen.
In ihrer Forschungsbasis testet das Netzwerk bereits über 200 Sorten traditioneller Samen von mehr als 50 Arten von Gemüsekulturen. Zu ihren „Schätzen“ gehören Tomatensamen, die in der königlichen Residenz „Vrana“ angebaut wurden (ausgezeichnet im Jahr 1942) und Tomaten vom Typ „Frentsi“, deren Sorte ein ganzes Jahrhundert lang in der Region Plowdiw erhalten wurde.
Auf dem Festival hatten die Besucher auch die Gelegenheit, alte Rebsorten zu probieren, die zur Herstellung authentischer Weine wie Shefka, Kokorko, Gamza... verwendet werden.
Sehr bald wird das Netzwerk auch einen offiziellen Katalog lokaler traditioneller Sorten veröffentlichen, begleitet von einer Karte der Biodiversität in Bulgarien. Neben der Fürsorge für die Natur schenkten Partner von „Gorata.bg“ den Gästen am Sonntag des Festivals 12.000 Pflanzen.
Brot, Traditionen und die Zukunft
Das Festival deckt den Weg vom Samen zum Tisch ab. Der traditionelle Wettbewerb unter dem Motto „Niemand ist größer als das Brot“ beweist dies, wobei der diesjährige Hauptpreis an das Gemeindezentrum „Prosveta“ aus dem Dorf Gradischte ging und der schönste Laib das Werk des Gemeindezentrums „Probuda“ aus dem Dorf Burja war. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Sewliewo, Krasimira Jordanowa, betonte, dass diese Kreationen eine perfekte Harmonie zwischen Geschichte, Schönheit und Geschmack erreichen.
Die Veranstaltung bewahrt nicht nur Geschichte, sondern schafft buchstäblich Leben. Durch eine wohltätige Initiative in Partnerschaft mit der Stiftung „Ich will ein Baby“ werden Spenden für Familien mit Fruchtbarkeitsproblemen gesammelt.
Inspiration von bedeutenden Persönlichkeiten
Das Festival wurde von dem Physiker Teodosiy Teodosiev (Lehrer Theo) eröffnet, und während der Veranstaltung wurde ein Abdruck seiner rechten Hand genommen, der den Beginn einer zukünftigen Allee begabter Menschen in Sewliewo markieren wird. Seine Botschaft, unterstützt durch die Vorführung des Films „Die sozial Starken“, ist klar: Wahrhaft stark ist derjenige, der durch eigene Anstrengung und harte Arbeit Erfolg hat, anstatt auf Almosen zu warten.
Eine lebendige Gemeinschaft und ein reicher Bauernmarkt

Über 80 landwirtschaftliche Erzeuger, Bauern, Handwerker und Kunsthandwerker füllten den Park mit authentischen Produkten – von Kräutern und Blumen über Wein bis hin zu handgefertigten Gegenständen. Die Gäste nahmen an Workshops zum Kneten von Dinkelbrot, Weben, Herstellen von Stickereien und Kalligrafie teil. Das Musikprogramm ergänzte die Atmosphäre mit Auftritten des Severnyashki-Ensembles „Ivan Vulev“, der Band „Nevideno“, der Drei Tenöre und Poli Paskova.
„Bulgarischer Samen“ ist nicht nur eine Veranstaltung, sondern eine Erfahrung und eine Mission. Es ist eine Erinnerung daran, dass wir unsere Wurzeln bewahren müssen, wenn wir eine Zukunft haben wollen, denn, wie das Anliegen des Festivals besagt: Vom Keimling bis zur Spitze muss alles bulgarisch sein.
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